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Nachrichten

Experiment mit ungewissem Ausgang - Oktober 2018

Steinkauz © www.wunderbare-erde.de

Sie fragen sich, wie der Steinkauzbestand in Nordrhein-Westfalen trotz eines strengen Artenschutzrechts dramatisch abnehmen konnte und weiterhin sinken wird? Ein von der EGE untersuchter aktueller Fall beleuchtet die Ursachen:

Eine Stadt möchte Platz schaffen für 80 Einfamilienhäuser auf der buchstäblich "grünen Wiese". Die Stadt räumt ein, dass der Kauz anschließend nicht mehr wird brüten können. Aber, die Stadt und das planende Gutachterbüro haben eine "vorgezogene Ausgleichsmaßnahme" bei der Hand. Der Kauz wird schon umziehen, heißt es. Der Begriff des vorgezogenen Ausgleichs wirkt auch anderenorts als Zauberwort. Die EGE indessen spricht in konkreten Fall von einem Experiment mit ungewissem Ausgang, einer Selbst- und Fremdtäuschung.

Der Vorgang zeigt, welche seltsamen Blüten die Philosophie "vorgezogener Ausgleichsmaßnahmen" mit Berufung auf einen nordrhein-westfälischen Leitfaden über die "Wirksamkeit von Artenschutzmaßnahmen" treibt.

Immer wieder kommt die EGE solchen Vorgängen auf die Spur. Wie wird die Sache ausgehen? Manchmal hat die EGE Erfolg. Hoffen wir, dass die Gemeinde einlenkt oder die zuständige Bezirksregierung Köln die Planung stoppt. Wegen der fortwährenden Intervention der EGE in die Bauleitplanung in Teilen der Kölner Bucht, konnte der Steinkauzrückgang mancherorts immerhin aufgehalten werden. Doch die damit verbundenen Mühen nimmt kaum eine Naturschutzvereinigung auf sich. Zu kompliziert, zu zeitraubend, zu wenig Personal, zu wenig Kenntnisse von den rechtlichen Vorschriften. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 88 KB), wenn Sie die Stellungnahme der EGE an die betreffende Stadt lesen möchten.

Hambacher Forst: Die wahren Gründe für den Rodungsstopp - Oktober 2018

Waldkauz © www.as-naturfotografie.de

Der Anfang Oktober 2018 überraschend verfügte Rodungsstopp für den Hambacher Forst verdankt sich weder dem Pariser Klimaabkommen noch der kleinen Gruppe Waldbesetzer, die jahrelang in Baumhäusern verschanzt der Übermacht von RWE und Staat trotzte. Der Rodungsstopp beruht auch nicht auf medialer Berichterstattung und Bürgerprotesten, sondern einzig auf dem Eilbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster, weil eine entscheidende Frage immer noch ungeklärt ist: Hätte der Hambacher Forst (bzw. das, was von ihm noch übrig ist) wegen bestimmter Lebensraumtypen und Artenvorkommen unter den strengen Habitatschutz der Europäischen Union gestellt werden müssen? Diese Frage ist Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen BUND und RWE. Der Ausgang ist offen. Deshalb und weil das Gericht von der energiewirtschaftlichen Alternativlosigkeit der Rodung gegenwärtig nicht überzeugt ist, darf RWE bis auf weiteres keine vollendeten Tatsachen schaffen.

In den letzten 40 Jahren sind 4.000 Hektar des Hambacher Forstes vernichtet worden - im Durchschnitt 100 Hektar Jahr für Jahr ohne größere überregionale Schlagzeilen. Ein Wald mehr als halb so groß wie der Nationalpark Hainich, gewiss weniger unberührt als es ein Nationalpark sein sollte, aber mit einer mehr als tausendjährigen Kontinuität. In Deutschland ist Wald von geringerem Wert zum Naturschutzgebiet oder gar Nationalpark erklärt worden. Die Medien sind bereits vor 40 Jahren den Darstellungen des Konzerns erlegen und haben den Wald zum Forst gemacht. Das suggeriert Naturferne ganz gegen die Realität eines Waldes mit jahrhundertealten Baumgestalten und Waldinseln, in denen noch keine Motorsäge, Fichte oder Douglasie vorgedrungen war.

Ein Erfordernis einer Unterschutzstellung haben alle nordrhein-westfälischen Landesregierungen stets verneint - nicht nur die amtierende christdemokratisch-liberale, sondern auch die vorherigen sozial-grünen Landesregierungen. Der Eilbeschluss der OVG ist insofern nicht nur eine Ohrfeige für die christdemokratisch-liberale Koalition, die als Steigbügelhalter des Konzerns den Wald aus vorgeschobenen Brandschutzgründen hatte räumen lassen, sondern ebenso für die Bündnisgrünen, hatten sie doch in Regierungsverantwortung den ökologischen Wert des Waldes heruntergespielt.

Der Verzicht auf die Rodung des Restwaldes von kümmerlichen 200 Hektar würde die Stromversorgung vermutlich nicht gefährden und müsste auch nicht zu einem vorzeitigen Ende des Tagebaus führen, denn der Wald ist nur ein kleines Areal eines größeren Gebietes, dessen Abbau bis 2040 projektiert ist. Einen früheren Ausstieg aus der Kohleverstromung wird auch die regierungsamtlich eingesetzte Kohlekommission kaum beschließen. Denn die bisher errichteten 30.000 Windenergie- und 10.000 Biogasanlagen, Wasserkraftanlagen und mit Photovoltaikanlagen bedeckten Dach- und Freiflächen vermögen, ganz gegen das gutmeinende Gefühl einer klimaschutzbewegten Gesellschaft, den Strombedarf bis auf weiteres nicht zu decken. Deshalb werden die Deutschen für die Stromversorgung auch künftig Wald roden (vermutlich deutlich mehr Wald als für Hambach auf dem Spiel steht). Beispielsweise für Windenergieanlagen im Wald, wenngleich hoffentlich weniger wertvollen Wald als bei Hambach.

Die Uhus vom Hildesheimer Dom 2018 - Oktober 2018

Junge Domuhus 2018 © Angelika Krueger

Wo die beiden jungen Uhus, die in diesem Sommer im Kreuzgang des Hildesheimer Doms heranwuchsen, stecken, weiß niemand. Vermutlich haben sie das elterliche Revier verlassen, um einen eigenen Platz in der Welt zu finden. Die Altvögel scheinen in Balzstimmung zu sein; sie rufen in der Umgebung des Doms. Der Ornithologische Verein zu Hildesheim e. V. berichtet in seinem Winterprogramm 2018/19 in einem kurzen Beitrag von Joachim Achtzehn, Wilhelm Breuer, Angelika Krueger und Dirk Preuß über den Verlauf der Uhubrutzeit 2018 am Dom. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 412 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten. Das gesamte Winterprogramm 2018/19 finden Sie hier.

EGE schreibt an NDR - Oktober 2018

Uhu-Portrait © www.as-naturfotografie.de

Am 25. September 2018 berichtete das NDR Fernsehen in einem 30minütigen Beitrag "Dem Uhu auf der Spur" über eine vom schleswig-holsteinischen Energieministerium finanzierte Telemetriestudie zur Frage "Wie hoch fliegen Uhus?" Das Ergebnis hat Insider nicht überrascht. Die Bestrebungen, den Uhu aus der Liste der "windenergiesensiblen" Arten zu streichen, sind nämlich nicht neu. Der Beitrag mutet nicht nur an wie eine minutiöse Anleitung zum Uhufang, sondern lässt wesentliche Aspekte zum Kollisionsrisiko von Uhus an Windenergieanlagen unberücksichtigt. Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Klicken Sie bitte hier, (pdf-Datei, ca. 96 KB) wenn Sie die Stellungnahme des EGE-Vorsitzenden Stefan Brücher an die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt lesen möchten.

Eulen-Rundblick Nr. 68/2018 erschienen - September 2018

Titelseite Eulen-Rundblick 68

Die neue Ausgabe des Eulen-Rundblicks ist da. Der Eulen-Rundblick ist keine Zeitschrift der EGE, sondern die Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Eulen (AG Eulen). Das 132 Seiten umfassende Heft erscheint im 42. Jahr des Bestehens der AG Eulen.

Die Beiträge der EGE in Heft 68 liegen als PDF-Dateien vor. Klicken Sie die Beiträge bitte an, wenn Sie diese lesen möchten. Wir veröffentlichen die Beiträge an dieser Stelle mit freundlicher Zustimmung der Schriftleitung des Eulen-Rundblicks.

Die AG Eulen hat das Heft Dr. Jochen Wiesner gewidmet. Jochen Wiesner war von 2007 bis 2018 Vorsitzender der AG Eulen. Das Heft enthält auch die Beiträge der Tagung der AG Eulen 2017.

Der Eulen-Rundblick erscheint einmal jährlich. Er enthält Originalbeiträge, Fachberichte und Informationen über Biologie und Schutz der Eulen. Das Jahresabonnement kostet 15 Euro einschließlich Porto und Versandkosten. Bestellungen richten Sie bitte an Herrn Klaus Hillerich, Röntgenstr. 7, 64823 Groß-Umstadt,  klaus.hillerich@t-online.de.

Eulenbücher für die ganze Familie - September 2018

Sumpfohreule © www.as-naturfotografie.de

Die Sommerferien sind zu Ende. Ein neues Schuljahr hat begonnen. Die Schulpolitik wird seit Kurzem von einem neuerlichen Thema beherrscht: die Digitalisierung des Klassenzimmers. Hoffen wir, dass darüber die Lesekompetenz an Deutschlands Grundschulen nicht noch mehr ins Hintertreffen gerät.

Die EGE verfügt gewiss nicht über das bildungspolitische Wissen, diese Vorgänge zu kommentieren. Sie hat aber zumindest gleich drei Eulenbücher im Angebot, die sich als Lese- und Vorlesestoff für Grundschüler bestens eignen. Dazu gehört auch das Buch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz". Der Leiter der Vogelwarte Radolfzell, Dr. Wolfgang Fiedler, hat es in Band 56, Heft 1, 2018 der Zeitschrift "Vogelwarte" rezensiert. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 3,30 MB), wenn Sie seine Buchempfehlung lesen möchten. Alle Bücher zum Bestellen bei der EGE finden Sie hier.

EGE zum Hambacher Forst - September 2018

Hirschkäfer © www.as-naturfotografie.de

Der Hambacher Forst sorgt in diesen Tagen für bundesweite Schlagzeilen. Seit einigen Jahren haben Aktivisten einen kleinen Rest dieses Waldes besetzt, um ihn vor dem Braunkohlenabbau zu schützen. Es geht um 200 ha. Sie sind der beklagenswerte Rest des ehemals 4.200 ha großen Hambacher Forstes, der seit 1978 sukzessive und von der Öffentlichkeit unbemerkt für den Tagebau abgeholzt worden ist. Statistisch 100 ha pro Jahr, 40 Jahre lang.

Die Bezeichnung "Hambacher Forst" wird den tatsächlichen Verhältnissen nicht gerecht. In Wahrheit handelt es sich weniger um einen Forst, sondern um ein naturnahes Waldgebiet, das alle Kriterien für die Meldung eines Natura 2000 Gebietes nach den strengen Kriterien des Naturschutzrechts der Europäischen Union erfüllte. Die Medien haben von dem sich seit Jahrzehnten vollziehenden dramatischen Schicksal dieses Waldes erst Notiz genommen, als Aktivisten dauerhaft auf die Bäume stiegen. Übrigens könnte das Abbauunternehmen auf den Abbau des Restwaldes durchaus verzichten, ohne den Braunkohleabbau einstellen zu müssen oder die Stromversorgung zu gefährden, denn der Restwald ist nur ein kleines Areal eines um ein Vielfaches größeren Abbaufeldes. Sollte es für Deutschland bei 30.000 Windenergieanlagen und 10.000 Biogasanlagen nicht ein Leichtes sein, auf diesen lächerlich kleinen Rest des Waldes zu verzichten? Offenkundig nein.

Wilhelm Breuer von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen hat das Schicksal dieses Waldes 2011, also lange vor der aktuellen Berichterstattung, in den Blick gerückt - und zwar in der Zeitschrift "Nationalpark". Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 764 KB), wenn Sie seinen eindrucksvollen Essay "Requiem für ein Maiglöckchen" lesen möchten. Breuer ist in Hambach aufgewachsen, hat sich bereits als Schüler gegen den Tagebau engagiert und kam auf diese Weise zum Naturschutz.

Uhu im Fokus - September 2018

Uhu © www.wunderbare-erde.de

Der Uhu zählt zu den an Windenergieanlagen kollisionsgefährdeten Arten. Interessengeleitete Bestrebungen, diesen Sachverhalt in Abrede zu stellen oder zu relativieren, halten an. In diesem Kontext stehen die Darstellungen, Uhus flögen nur in niedrigen Höhen und nicht in Rotorreichweite, die bekanntgewordenen Kollisionen hätten sich ausschließlich an kleineren Anlagen ereignet, die Anlagen heutiger Bauhöhen seien ungefährlich u.a.m.

Nachdem diese Ansätze längst nicht bei allen Naturschutzbehörden, Gutachtern und Verwaltungsgerichten auf die erhoffte Wirkung stoßen, werden andere Überlegungen ins Feld geführt: Uhus seien nicht mehr so selten, im Gegenteil: die Population sei trotz der Zunahme der Windenergieanlagen gewachsen. In vielen Regionen Deutschlands sei es doch um Uhus gut bestellt. Das wird auch für einige andere Arten vorgetragen. Tatsächlich ist die Zahl der in Deutschland lebenden Uhus in den letzten 40 Jahren gestiegen. Hierfür sind insbesondere Wiederansiedlungsprojekte, Fortschritte bei der Entschärfung gefährlicher Strommasten, die Kooperation mit der Rohstoffwirtschaft und der Schutz der Uhus vor illegaler Verfolgung ursächlich.

Das strikte Tötungsverbot des Artenschutzrechts der Europäischen Union, so das Argumentationsmuster, könne doch nicht unterschiedslos für alle Vogelarten gelten, die an Windenergieanlagen einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko ausgesetzt sind. Diese Sicht der Dinge zeigt sich etwa im Bundesamt für Naturschutz bezogen auf den Mäusebussard - trotzdem und nachdem wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge allein an den Windenergieanlagen in vier norddeutschen Bundesländern mehr als 8.580 Mäusebussarde - pro Jahr - zu Tode kommen. Immerhin sieben Prozent des dortigen Brutbestandes der Art.

Die Forderung ist nicht neu: Das artenschutzrechtliche Tötungsverbot des § 44 Abs. 1 BNatSchG, das dem Schutz des Individuums gilt, soll für noch häufige oder nicht mehr so seltene Vogelarten fallen - jedenfalls solange die Verluste kein populationsrelevantes Maß erreichen. Wo Arten wie Mäusebussard und Feldlerche per se nicht zu den "planungsrelevanten" (sondern zu den Egal-)Arten gerechnet werden, wird das Artenschutzrecht faktisch bereits auf dieses Niveau abgesenkt.

Liegt darin die Zukunft? Sprechen sich dafür die Autoren der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanzierten so genannten "Handlungsfeldanalyse über innovative Ansätze zur umwelt- und sozialverträglichen Windenergieentwicklung" aus? In der Vorstellung der Ergebnisse dieser Analyse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Naturschutz und Landschaftsplanung (Heft 9: 2018) wird in diesem Zusammenhang der Uhu gleich zweimal erwähnt. Sehr beruhigend ist das nicht.

Neue Ausgabe von "Nationalpark" erschienen - September 2018

Waldkauz © Achim Schumacher

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" ist da. Im 46 Seiten starken Heft 3/2018 finden Sie u.a. Beiträge über 20 Jahre Nationalpark Hainich, Wisente, Wildnis sowie neue Entwicklungen in Nationalparken Mitteleuropas. Zur Ausgabe gelangen Sie hier.

Ebenfalls in dieser 181 Ausgabe der Zeitschrift: ein Kommentar der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (pdf-Datei, ca. 2,29 MB) zum Sponsoring im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift leistet sich, was in der deutschen Zeitschriftenlandschaft eine Ausnahme ist: einen unabhängigen, kritischen und fundierten Blick auf die Sache des Naturschutzes. Werden auch Sie Leser von "Nationalpark"!

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die der Gründer der Zeitschrift, der Journalist Horst Stern, für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier.

Gegründet wurde die Zeitschrift zur Förderung des ersten deutschen Nationalparks, dem 1970 geschaffenen Nationalpark Bayerischer Wald. Das Bayerische Fernsehen strahlte vor wenigen Tagen einen Beitrag über dessen ersten Leiter, Dr. Hans Bibelriether, aus. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag sehen möchten.

Wer mehr über Bibelriethers Leben für den Nationalpark erfahren möchte, dem sei dessen Buch empfohlen: "Natur Natur sein lassen".

Sommernotizen - September 2018

Badende Kohlmeise © Achim Schumacher

Trockenheit und Hitze des Sommers 2018 sind abgeklungen. Vielleicht kühlen sich nun die Gemüter ab, die die öffentliche Meinung angeheizt haben. Die EGE bezweifelt nicht den anthropogenen Einfluss auf das Klima. Schon mit der fortgesetzten dramatischen Rodungstätigkeit und Urbanisierung verändert der Mensch klimabestimmende Faktoren. Hinzu kommen Immissionen aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe.

Doch zum Thema Klimawandel sind Meldungen selbst deutscher "Qualitätsmedien" bisweilen nicht faktenbasiert, sondern bloß abstrus. Erstes Beispiel: Die diesjährigen Niedrigwasserstände der Elbe. Die Antwort des Vertreters der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, diese seien keinesfalls außergewöhnlich, verschlug dem fragenden Journalisten des NDR hörbar die Sprache. Die Antwort passte nicht in das Meinungsklischee. So erging es - zweitens - wohl auch der klimapolitischen Sprecherin der Bündnis90/Grünen-Bundestagsfraktion, die sich an der niedersächsischen Küste über den als dramatisch empfundenen Meeresspiegelanstieg informierte und dort ungläubig mit der Auskunft der Küstenschutzbehörde konfrontiert war, der Anstieg betrage 26 cm - pro Jahrhundert und dies seit dem Ende der Eiszeit und ohne auffällige Verschärfung. Die mitreisende Presse setzte die 26 cm in die Titelzeile - allerdings weder dort noch im Bericht mit Verweis auf den Bezugszeitraum. Man dachte offenkundig: pro Jahr, weil es doch gar nicht anders sein kann. Ein drittes Beispiel: Die in ARD-Morgenmagazin und Tagesthemen ausgestrahlte Reportage der ARD-Korrespondentin in den USA von der Insel Tangier vor der Ostküste Virginias. Dem Island drohe, so die Gewissheit der Korrespondentin, der Untergang - und zwar des steigenden Meeresspiegels wegen. Tatsächlich verhält es sich so: Die Insel schrumpft seit langem - und zwar einfach nur deswegen, weil sie ohne Deich schutzlos der Dynamik ausgesetzt ist, die für Meeresküsten natürlich ist. Deshalb bauen Friesen seit Jahrhunderten Deiche. Für die ARD aber ist der Klimawandel am Werk und sind Präsident Trump und die ihm zuneigenden evangelikalen Insulaner verantwortlich, die statt der Kohleverstromung abzuschwören für die Rettung ihrer Insel beten. Im Land der Dichter und Denker fehlt es an naturwissenschaftlichem Grundwissen - in den Medien, in der Politik und in der Bevölkerung.

Der heiße Sommer 2018 gilt vielen Deutschen als Beleg für den Klimawandel. Vielleicht ist er das. In diesem Sommer hat die Windenergie wenig Strom erzeugt. Ist auch dies eine Folge des Klimawandels oder doch nur des Wetters? Der Wind ist eine unstete Energiequelle. Im nächsten Jahr ist der Sommer hierzulande vielleicht wieder verregnet wie in den meisten Jahren. Dann ist vermutlich auch das ein Beleg für den Klimawandel. Wie wenig unterdessen Politik und Wirtschaft auf den "Klimakiller" Kohle verzichten, zeigt das Beispiel des Hambacher Forstes in der Kölner Bucht. Offenbar ist Deutschland, dessen Bürger jährlich 30 Milliarden Euro für "grünen" Strom entrichten, nicht in der Lage, den minimalen Rest dieses Waldes vor den Braunkohleabbau zu retten - trotz der 30.000 Windenenergie- und der 10.000 Biogasanlagen, die hier am Netz sind. Bevor die energiepolitische Gesinnung der EGE zum Gegenstand von Mutmaßungen wird: Auch die EGE fordert eine in jeder Hinsicht umweltverträgliche Stromversorgung.

Zuletzt auch das: Der NABU Deutschland kritisiert zu recht den fossilen Antrieb von Kreuzfahrtschiffen und verlangt alternative Antriebe. Woher die Energie kommen soll, bleibt offen. Vielleicht sollte die Schifffahrt wieder Segel setzen. Wenn nicht gerate Flaute herrscht.

Die Uhus vom Hildesheimer Dom kompakt - August 2018

Junger Uhu vom Hildesheimer Dom - © Joachim Achtzehn

Angelika Krueger, bis vor Kurzem Lehrerin am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim und seit Langem mit den Hildesheimer Domuhus vertraut, hat auf der Website der Schule einen Bericht über die diesjährige Brutzeit der Uhus am Dom veröffentlicht. Der mit Fotos von Antje Sell und Joachim Achtzehn reichbebilderte Beitrag dokumentiert den Verlauf der Dinge in chronologischer Weise. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Bericht lesen und die Fotos ansehen möchten.

Die Deutschen sind am Zug - August 2018

Laubfrosch © Achim Schumacher

Die Deutsche Bahn hat der Unpünktlichkeit den Kampf angesagt. Von einem Sieg kann keine Rede sein. Mehr als jeder vierte Fernzug des Unternehmens ist im Juli zu spät gekommen. Die Quote pünktlicher ICE und IC sackte auf 72,1 Prozent ab. Das ist der niedrigste Monatswert in diesem Jahr. Dabei wertet die Bahn jeden Zug als pünktlich, der weniger als sechs Minuten nach der Fahrplanzeit in den Bahnhof einfährt. Auf etwa jeden achten Fernzug mussten die Fahrgäste im Juli sogar mindestens eine Viertelstunde warten. Als die Bahn noch ein Staatsunternehmen und Servicepoint ein Fremdwort war, schrieb sie rote Zahlen und war einigermaßen zuverlässig. Das Defizit zahlte der Steuerzahler; jetzt zahlt der Fahrgast entnervt und bisweilen gestrandet für das Missmanagement der Bahn, die schwarze Zahlen einfährt.

Früher war nicht alles besser. Aber der damalige Slogan der Bahn "Alle reden vom Wetter. Wir nicht" hatte eine gewisse Berechtigung. Heute erklärt die Bahn Zugausfälle und Verspätungen im Sommer mit Hitze und im Winter mit Kälte und ganzjährig mit dem Klimawandel. Die Zunahme von Starkwindereignissen sollte auch als Begründung herhalten, warum die DB an vielen Strecken Wald und selbst einzelne Bäume nicht mehr dulden will - und zwar auf Baumlänge. Tatsächlich erwarten manche Klimaforscher eine Zunahme von Starkwindereignissen, belegt ist sie indessen nicht. Kritiker der Bahn halten ihr vor, die Streckenunterhaltung über Jahrzehnte aus Kostengründen zurückgefahren zu haben. Deshalb seien an den Strecken der Bahn die falschen Bäume aufgewachsen und Baumstürze auf Oberleitungen und Gleisen bahngemacht.

Natürlich ist Bahnfahren umweltschonender als Autofahren. Aber, ein Kahlschlag an Bahnstrecken ist nicht zu rechtfertigen. Jedenfalls nicht mit dem Klimawandel. Mit derselben Begründung wäre kein Alleebaum mehr vor der Motorsäge sicher. Auch in anderer Hinsicht ist die Bahn nicht so umweltfreundlich wie sie sich selbst präsentiert. Denn während andere Betreiber von Mittelspannungsmasten diese bereits vor Jahren vogelfreundlich umrüsten mussten, darf die Bahn dank der Nachsicht des Gesetzgebers ihre alten Bahnstrommasten so vogelgefährlich belassen wie sie sind.

Die Deutsche Bahn steht stellvertretend für das Unternehmen Deutschland. Die Deutschen wollen der Welt erklären, wie es geht: die Rettung des Weltklimas, der Ausstieg aus Atomenergie und Kohle, der Ausbau der Stromnetze, die Energiewende, die Agrarwende, die Überwindung des Elends in der Welt und, wenn dann noch Zeit ist, vielleicht auch die Rettung der Biodiversität. Doch die Deutschen scheitern schon an der Pünktlichkeit ihrer Bahn.

Wussten Sie schon, dass... - August 2018

Steinkauz © Achim Schumacher

...in acht Kreisen der Kölner Bucht der Steinkauzbestand von einem niedrigen Niveau im Jahr 2003 bis 2016 von 763 auf 481 Brutpaare gesunken ist? Das ist ein Rückgang um 40 Prozent in nur 13 Jahren; er geht großenteils auf das Konto der von den Städten und Gemeinden in Flächennutzungs- und Bebauungsplänen beschlossenen Siedlungsentwicklung. In acht von 13 Jahren vollzog sich der dramatische Rückgang in der Naturschutzverantwortung bündnisgrüner nordrhein-westfälischer Umweltminister.

Aber es gibt auch einen gegenläufigen Trend. Jedenfalls dort, wo die Mitarbeiter der EGE Steinkauzlebensräume vor der Ausweisung von Baugebieten verteidigen: im Kreis Euskirchen und im Kreis Düren. Im Kreis Euskirchen gab es im Jahr 2007 Steinkäuze nur noch an 61, heute - 10 Jahre später - aber an 135 Orten! Das ist mehr als eine Verdoppelung! Im Kreis Euskirchen stieg in diesem Zeitraum die Zahl der erfolgreichen Bruten von 33 auf 95, also auf fast das Dreifache und die Zahl der geschlüpften Jungvögel von 119 auf 291! Ähnlich ermutigende Zahlen gibt es für den Kreis Düren. Dort registrierte die EGE 2007 nur 26 erfolgreiche Bruten, im Jahr 2017 jedoch 87!

Die positive Bestandsentwicklung ist den EGE-Mitarbeitern nicht in den Schoß gefallen. Sie ist nicht zuletzt das Ergebnis zähen Ringens mit den Bauabsichten der Gemeinden, der Bereitstellung der ehrenamtlich erhobenen Daten über Steinkauzvorkommen und der oft mühsamen Auseinandersetzung mit Gutachterbüros, die um das Wohlwollen ihrer Auftraggeber bemüht die Auswirkungen neuer Baugebiete auf Natur und Landschaft bisweilen verharmlosen und dabei Steinkauzvorkommen geflissentlich übersehen. Dass die EGE diese Auseinandersetzung zu führen und durchzuhalten vermag , ermöglichen auch die Personen, die die EGE kontinuierlich mit einer Spende unterstützen. Bitte überlegen auch Sie, ob Sie die Arbeit der EGE mit einer regelmäßigen Spende selbstgewählter Höhe fördern können. Die EGE verspricht Ihnen nicht, die Welt, nicht einmal das Klima zu retten, wohl aber sich dafür einzusetzen, dass die Vorschriften des Naturschutzrechts eingehalten werden. Naturschutz ist eben - leider - auch eine Frage finanzieller Ressourcen.

Natürlich sind auch die Erfolge der EGE gerade im Kräftemessen mit der Kommunalpolitik begrenzt. Die EGE zeigt aber, dass auf diesem Gebiet weitaus mehr erreicht werden kann, wenn man Zeit und Kosten investiert, unbequem ist und die Auseinandersetzung nicht scheut. Ein aktuelles Beispiel sind die Bauabsichten der nordrhein-westfälischen Gemeinde Titz. Seit Jahren wendet sich die EGE gegen diese Planung, die in eine neue Runde zu gehen scheint. Betroffen sind Steinkauz und Schleiereule und viele Arten mehr. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 88 KB), wenn Sie das Schreiben der EGE an die Gemeinde lesen möchten.

Die Hildesheimer Domuhus - August 2018

Die jungen Uhus vom Dom Juli 2018 © Joachim Achtzehn

Die Anfang April über dem Kreuzgang des Hildesheimer Doms geschlüpften beiden Uhus halten sich tagsüber zumeist immer noch im Kreuzgang des Domes auf. Trotz der Hitze sitzen sie dösend in oder vor der Gaube, in der sie um Ostern herum zur Welt kamen. Nachts sind sie auf den Dächern und in der näheren Umgebung des Domes zu sehen.

Vor einigen Tagen gab es allerdings Grund zur Sorge: Zwei Tage lang war nur einer der beiden jungen Uhus zu beobachten. Zur selben Zeit entdeckte der Umweltbeauftragte des Bistums, Dr. Dirk Preuß, an der Glasfassade des Dommuseums zwei Abdrücke großer Vögel. Sollten es die Abdrücke der Domuhus sein? Nun, tote oder verletzte Uhus wurden nicht gefunden. Glücklicherweise saßen zwei Tage später beide Uhus wieder im Kreuzgang.

In den Vorjahren hatten die Uhus bald nach dem Flüggewerden den Dom verlassen und sich mit den Eltern im naturnäheren Umfeld hinter dem Dom niedergelassen. Dort wird aber seit einigen Wochen gebaut. Vielleicht hält sich die Uhufamilie dieser Bauarbeiten wegen länger am Dom auf, vermutet Angelika Krueger. Die Besucher des Kreuzganges sind längst kein Problem mehr für die schon erwachsenwirkenden Uhus. Bei der Hitze wissen sie auch die Wasserstelle zu schätzen, die Angelika Krueger und Joachim Achtzehn eigens für die Uhus eingerichtet haben. Beide, Angelika Krueger und Joachim Achtzehn, schauen seit Mitte Mai mehrmals täglich nach den Uhus. Mitte Mai waren die Uhus als Infanteristen im umbauten Geviert des Kreuzganges gelandet. Einigermaßen fliegen konnten sie ab Mitte Juni.

Am 15. August, das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ist das Patronatsfest des Hildesheimer Domes. Vielleicht bleiben die Uhus bis dahin am Dom oder gar noch eine Weile länger. Dabei wirken die Uhus vom katholischen Mariendom durchaus Ökumene fördernd. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers wirbt auf ihrer Facebook-Seite für das Buch "Die Uhus vom Dom. Eine Zeitreise durch zwölf Jahrhunderte".

EGE erinnert an Prof. Dr. Wolfgang Erz - August 2018

Steinbock © www.wunderbare-erde.de

Die EGE erinnert an Prof. Dr. Wolfgang Erz, der im August 1998 bei der Rückkehr von einer Dienstreise im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Wolfgang Erz kam über die Vogelkunde zum Naturschutz, wurde 1970 Vertreter des Beauftragten der Bundesregierung für Naturschutz (Prof. Dr. Bernhard Grzimek), war zuletzt Fachbereichsleiter im Bundesamt für Naturschutz, über Jahrzehnte als geschäftsführendes Vorstandsmitglied die maßgebliche Gestalt im Bundesverband beruflicher Naturschutz (BBN) und ein provokativer und produktiver, analytisch und strategisch denkender Verfechter des Naturschutzes. Erz ging es um die Professionalisierung des Naturschutzes. Erz prägte über drei Jahrzehnte die Deutschen Naturschutztage, zeigte auf über Jahre immer wieder aufgegriffenen Feldern Fortschritte und verbliebene Defizite auf, sorgte für Selbstvergewisserung und Selbstwertgefühl des Naturschutzes. Erz war, nicht nur gemessen am aktuellen Personaltableau deutscher Naturschutzbehörden und -vereinigungen, eine Ausnahme-Persönlichkeit.

Auch 20 Jahre nach seinem Tod ist sein Platz im wissenschaftlichen und politischen Naturschutz leer geblieben. Erz war so wie er es von einem Menschen im Naturschutz erwartete: "Er soll nicht maulen, sondern den Mund auftun. Darf sich nicht vor Mehrheiten fürchten. Weiß, dass Positionen gegen den Naturschutz politische Dummheiten sind. Dass schon ein Koch den Brei verderben kann. Dass die Schafe in der eigenen Herde schlimmer sein können als die Wölfe draußen. Sollte eher gefährlich als ängstlich und darf nicht normal, sondern muss überdurchschnittlich sein." Dass Erz in Ämtern und Vereinigungen des Naturschutzes nicht stärker vermisst wird, ist Ausdruck und Teil der Krise des Naturschutzes.

Ausgewildert und eingebürgert - August 2018

Uhu © Achim Schumacher

1985, vor 33 Jahren, berichtete die ARD über die Wiederansiedlung ausgerotteter Tierarten, u. a. des Uhus - mit für heutige Verhältnisse ungewöhnlich langen Kameraeinstellungen und ausführlichen Erklärungen. Der Titel des Beitrages lautete "Ausgewildert - eingebürgert". Extreme Wetterereignisse, die zu allen Zeiten auftreten, galten damals noch nicht als Beweis für den Klimawandel, sondern nur als Unwetter. Das Insektensterben war zwar schon im Gange, aber von den Medien unbeachtet. An die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland war nicht zu denken. Jetzt, am 28. Juli 2018, wurde der Beitrag von damals noch einmal ausgestrahlt, und zwar bei ARD-alpha in der Reihe "alpha-retro".

Die 60minütige Dokumentation bescherte dem Zuschauer ein Wiedersehen mit dem unvergessenen, damals 35jährigen Wilhelm Bergerhausen, der seit Mitte der 1970er Jahre die Uhuwiederansiedlung in Westdeutschland koordinierte. Gegenstand der Sendung waren auch die Bemühungen des heute 78jährigen Albrecht Jacobs im Weserbergland, die für Uhus und andere Vogelarten gefährlichen Mittelspannungsmasten zu entschärfen - ein damals beispielloses und noch freiwilliges Unterfangen. Erst 2002 wurde die Entschärfung gesetzlich obligatorisch. Im Beitrag ebenfalls zu sehen: Dr. Karl Radler von der Universität Göttingen, der sich mit dem genetischen Code der Stammeltern ausgewilderter Uhus befasste, der mit Uhus vertraute Tierarzt Dr. Martin Böttcher sowie die Zivildienstleistenden der damaligen "Aktion zur Wiederansiedlung des Uhus" (AzWU). Aus dieser Aktion schuf Bergerhausen 1990 nach der erfolgreichen Wiederansiedlung des Uhus die heutige "Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V." (EGE). Die vor mehr als 30 Jahren im Uhuschutz Aktiven vor der Kamera sind bis heute im Eulenschutz tätig - bis auf Wilhelm Bergerhausen, der im Jahr 2006 im Alter von 56 Jahren plötzlich verstarb. Die Sendung ist (noch) nicht in der Mediathek verfügbar.

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