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Nachrichten

Eine gute Nachricht (nicht für Füchse) - Mai 2016

Steinbruchbetreiber haben zumeist "hartes“ im Sinn; aber oft auch ein Herz für Uhus. Jedenfalls hat die EGE schon vielen Personen aus dieser Branche mit Erfolg den Schutz der Uhus ans Herz gelegt. Martin Röser von den Trasswerken Meurin in der Eifel beispielsweise kennt "seine" Steinbruchuhus schon seit Jahren ganz genau. Seither ist er bemüht, den Abbau uhufreundlich zu organisieren. Kürzlich fand Martin Röver einen nur zwei Wochen alten Uhu, der offenbar aus dem Fels gefallen in eine tiefe Fahrspur geraten war. Martin Röver barg den hungrigen, aber unverletzten Vogel und benachrichtigte die EGE. Notversorgt mit einem am Straßenrand tot aufgefundenen Kaninchen und nach zwei Tagen intensiver Betreuung wurde der kleine Uhu wieder zu seinen beiden Geschwistern ins Nest gebracht. Hier lag, wie so oft in diesen Tagen, ein junger Fuchs als Nahrungsreserve. Bei der Beringung junger Uhus Mitte Mai fand Stefan Brücher an drei von fünf Uhubrutplätzen junge Füchse als Vorrat.

Windenergiewirtschaft setzt Sperrfeuer gegen Naturschutz fort - Mai 2016

Rotmilan © Rosl Rößner

Die Windenergiewirtschaft in Deutschland setzt ihr Sperrfeuer gegen die Abstandsempfehlungen der Vogelschutzwarten fort. Die Zerstörungen der Nester und die Vergrämung von Arten, die den Ausbau der Windenergiewirtschaft rechtlich begrenzen könnten, entwickeln sich zu einem bundesweiten Phänomen. In dieses Bild fügen sich die Aktivitäten eines Schweizer Ingenieurs und dessen steile These, der Konflikt zwischen Windenergie und Rotmilan sei ein Scheinkonflikt. In der aktuellen Ausgabe 5/2016 der Zeitschrift "Der Falke" hat Thomas Krumenacker diesen "Angriff der Windlobby auf den Artenschutz" dankenswerterweise als fragwürdiges Unterfangen ohne wissenschaftliche Basis mit deutlichen Worten entlarvt.

In Fachzeitschriften des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist eine kritische Berichterstattung über die Negativbilanz der Windenergiewirtschaft in Gestalt getöteter Wildtiere, ruinierter Landschaften und über die Machenschaften der Branche eher selten. Zweifel an der Vereinbarkeit von Windenergie und Artenschutz sind nicht opportun, auch dann nicht, wenn sich diese Vereinbarkeit als Fiktion oder Lebenslüge herausstellt. Am Bild von den edlen Motiven der Branche, das nie stimmte, soll nicht gekratzt werden.

Positiv sticht immerhin die Stellungnahme des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in der Ausgabe 4/2016 der Zeitschrift "Natur und Landschaft" zu einer Studie der Fachangentur Windenergie an Land heraus. Bei dieser Studie handelt es sich um einen Katalog von "Vermeidungsmaßnahmen bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen". In der Stellungnahme warnt das BfN ausdrücklich vor den Schlussfolgerungen dieser Studie und weist sie zu einem beträchtlichen Teil als verharmlosend, leichtfertig und unbegründet zurück. Die Fachagentur Windenergie an Land ist eine Lobbyvereinigung der Windenergiewirtschaft mit Beteiligung von Umweltverbänden. Bereits im November 2015 hat die EGE denselben Katalog als fragwürdig zurückgewiesen. Ein halbes Jahr nach der EGE-Stellungnahme macht sich also mit demselben Tenor auch das BfN bemerkbar, was immerhin erfreulich ist. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 112 KB), wenn Sie die Stellungnahme der EGE lesen möchten.

Unterdessen demonstriert der BUND Hand in Hand mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) gegen Initiativen der Bundesregierung, die den Ausbau der Windenergiewirtschaft wenigstens etwas zu limitieren versucht.

Grüne im Glashaus - Mai 2016

Verkehrsopfer Waldohreule © Eberhard Giese

Gewiss, Vögel sterben nicht nur an Windenergieanlagen, sondern auch an verspiegelten und verglasten Fassaden, an Stromleitungen, in Stacheldrähten oder sie kollidieren mit dem Schienen- oder Straßenverkehr - so wie diese Waldohreule im Bild. Es gehört zu den beliebten Strategien der für die kollateralen Verluste jeweils Verantwortlichen auf die von anderen verursachten Verluste umso engagierter hinzuweisen nach dem ewig gleichen Muster, andere verursachen doch auch oder gar viel größere Verluste.

Tatsächlich ist es aber so, dass sich alle diese Verluste addieren und mit dem Verweis auf die vielen anderen Verlustursachen nichts gewonnen ist - außer fürs Täuschen der Öffentlichkeit oder das eigene Image, nichts aber für den Schutz der Vögel.

Wenn Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, wie kürzlich geschehen, die Vogelverluste an Glasfassaden als Politikfeld entdecken und auf Abhilfe drängen, ist das durchaus respektabel, aber es wäre ein untauglicher Versuch, darüber die Verluste an Windenergieanlagen marginalisieren zu wollen. Hat man jemals davon gehört, dass Bündnisgrüne den Kollisionsopfern an Windenergieanlagen eine vergleichbare Relevanz beigemessen hätten? Gerade auf diesem Gebiet wird zu gern mit zweierlei Maß gemessen.

Am Morgen vorgelesen - Mai 2016

Aufgeschlagenes EGE-Kinderbuch © Heinz-Wolfgang Schwarz

137 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Algermissen im niedersächsischen Landkreis Hildesheim lauschten kürzlich Geschichten aus dem EGE-Kinder- und Jugendbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz". Die von Edmund Deppe vorgelesenen Episoden aus diesem Buch fanden bei den Jungen und Mädchen lebhaften Anklang. Anschließend erklärte der Autor der Geschichten, Wilhelm Breuer, dem jungen Publikum auf anschauliche Weise die Supersinne der Eulen und was Eulen zu Eulen macht. Zum Schluss gab es für die jungen Zuhörer Eulenaufkleber und -poster sowie für die Schulbibliothek zwei EGE-Kinderbücher.

Die EGE dankt den Lehrerinnen der Grundschule Algermissen sowie Herrn Edmund Deppe für die Idee, die auch an anderen Schulen Schule machen könnte: "Wo die Eule schläft" - eine Lesung für aufgeweckte Schülerinnen und Schüler.

10 Gebote zum Artenschutzrecht - Mai 2016

Waldkauz © Gordana und Ralf Kistowski

EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer ist im Verbandsnaturschutz ebenso zuhause wie im behördlichen Naturschutz. Aus dieser Innenansicht heraus spricht er Personen in Gutachterbüros, Naturschutzbehörden und -vereinigungen ins Gewissen, die artenschutzrechtlichen Verbote des § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht zu marginalisieren, sondern mit diesen Vorschriften den Arten zum gesetzlichen Schutz zu verhelfen. Für die EGE und die Kenner der Materie hat Breuer die hierfür notwendige Haltung und Herangehensweise in zehn Geboten zusammengefasst. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 170 KB), wenn Sie diese Gebote lesen möchten.

Steinkauz-Rollups im Kreishaus Düren - Mai 2016

Steinkauz © Rosl Rößner

"Den Steinkauz im Dorf lassen" lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 31. Mai 2016 im Foyer des Kreishauses Düren zu sehen ist. Konzipiert wurden die sieben Schaubanner von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE e.V.) mit Sitz in Bad Münstereifel. Mit der Ausstellung soll auf die Eulenart und ihren Lebensraum aufmerksam gemacht sowie für den Schutz des Vogels geworben werden.

Im nordrhein-westfälischen Kreis Düren gab es im letzten Jahr mindestens 154 von Steinkäuzen besiedelte Reviere. 85 Steinkauzpaare brüteten erfolgreich. Aus diesen Bruten gingen über 291 Jungvögel hervor. Diese erfreulich hohe Zahl ist vor allem Doris Siehoff zu verdanken. Im Auftrag der EGE beobachtet sie die Entwicklung des Steinkauzbestandes im Kreis Düren. Die EGE betreibt mit dem Aufhängen und Warten künstlicher Nistkästen so etwas wie ein "Wohnungsbauprogramm" für den Steinkauz und wirbt bei Städten, Gemeinden und Landwirten für den Schutz dieser einst weit verbreiteten Eulenart.

Die Ausstellung soll auf Reisen gehen. In Rathäusern, Sparkassenfilialen und landwirtschaftlichen Einrichtungen soll sie auf den Schutz des Steinkauzes aufmerksam machen. Wer die Ausstellung buchen möchte, kann sich mit der EGE in Verbindung setzen.

Mit Andreas Kieling durch die Eifel - Mai 2016

Plakat zur Veranstaltung

Am 04. Mai 2016 berichtet Andreas Kieling über "seine wilde Eifel" (pdf-Datei, ca. 468 KB) und gewiss auch über Uhus. Denn nirgends in Europa leben so viele Uhus wie in der Eifel. Die EGE hält für Sie an diesem Abend das EGE-Kinder- und Jugendbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" bereit. Die EGE erbittet an diesem Abend für ein Buch eine Spende von 10 Euro.

Klangvoller Naturschutz - April 2016

Uhu vor Nachthimmel © Gordana und Ralf Kistowski

Unter dem Titel "Lautlose Jäger & Klänge der Nacht" fand am 26. April 2016 an der Volkshochschule (VHS) Hannover ein besonderer Abend für den Eulenschutz statt. Der erste Teil bestand aus einem bühnenreifen Power Point-Vortrag von Wilhelm Breuer von der EGE. Mit eindrucksvollen Bildern und einfühlsamer Sprache erläuterte er die Merkmale und Sinnesleistungen der Eulen - aber auch die vielfältigen Gefahren, mit denen Eulen in der Welt von heute konfrontiert sind.

Im zweiten Teil spielten Schülerinnen und Schüler der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover im Alter von 5-18 Jahren ausgewählte Klavierstücke. In der Spannbreite von Ragtime bis zum Nocturne von Chopin wurde das Themenfeld "Nacht" klangvoll umgesetzt. Für mehr als 50 Besucherinnen und Besucher war es ein wahrlich beflügelter Abend.

Zu danken ist für die kreative und nicht alltägliche Verbindung von Natur und Kultur Dorothee Warnecke; sie leitet die kulturelle Bildung an der VHS Hannover. Für den Abend gewann sie die EGE und Volker Voß, den Fachleiter Tasteninstrumente an der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover.

EGE im WDR - April 2016

Über den Einsatz von Stefan Brücher von der EGE berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR). Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Bericht auf der Website des WDR lesen möchten. Zudem hat der WDR Brüchers Aktivitäten zum Schutz der Uhus im Siebengebirge bei Bonn in einem fünfminütigen Video festgehalten. Zu diesem Beitrag gelangen Sie hier.

EGE erwartet "normales" Uhujahr - April 2016

Eichhörnchen © Gordana und Ralf Kistowski

Aus den drei Eiern unter Uhuweibchen Lotte im Ahrtal sind um dem 24. April 2016 herum mindestens zwei Küken geschlüpft. Vielleicht gibt es auch ein drittes. Für die maximal drei jungen Uhus sind bereits Paten gefunden. Im Revier der Uhus müssen Eichhörnchen ab sofort wieder besonders auf der Hut sein.

Lotte hat also viel früher als gedacht, nämlich etwa am 20. März, mit der Brut begonnen. Bei dem Uhu, den Stefan Brücher am 27. März am Brutfelsen beobachtet hatte, handelte es sich demnach nicht um Lotte, sondern um das Uhumännchen. In diesem Jahr gab es um Lottes Brutabsichten einiges Rätselraten. Schließlich stellte sich heraus, dass sie einen neuen Nestplatz etwas unterhalb des mit der Webcam präparierten Nestes ausgewählt hat.

In diesem Jahr brüten in der Eifel deutlich weniger Uhus als im Vorjahr. Stefan Brücher rechnet mit weniger als 100 Bruten. Im letzten Jahr hatten 165 Paare gebrütet, davon 145 erfolgreich. Solche Schwankungen sind durchaus nicht ungewöhnlich. Insbesondere das Nahrungsangebot, der Witterungsverlauf oder auch der Uhubestand zu Beginn der Brutzeit sind Faktoren, die über die Anzahl der Bruten und die Größe der Gelege entscheiden. Das letzte Jahr war ein Rekordjahr für Uhus in der Eifel.

"Wo die Eule schläft" bei www.Eulenwelt.de - April 2016

Das Kinder- und Jugendbuch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" ist nun auch bei www.eulenwelt.de besprochen worden. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 940 KB), wenn Sie die Rezension von Dr. Monika Kirk lesen möchten.

Haltung des BMUB zu Windenergie und Landschaftsbild weiterhin unklar - April 2015

Windenergieanlagen © Wattenrat Ostfriesland

Sie erinnern sich? Vor mehr als einem Jahr wandte sich die EGE an das für Naturschutz und Bauen zuständige Bundesministerium (BMUB). Ja, dieses Ministerium vereint seit der Bildung der gegenwärtigen Bundesregierung die beiden eher gegenläufigen Ressorts. Es ist keine glückliche Kombination, die aber bei den Umweltverbänden nicht einmal ein Stirnrunzeln ausgelöst hat. Nun sollte man meinen, dass eine solche Ressortkombination von Vorteil sein könnte, wenn eine Frage zu beantworten ist, die die beiden Ressorts gleichermaßen berührt. Wegen einer solchen Frage hatte sich die EGE an das Bundesministerium gewandt. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 52 KB), wenn Sie die Anfrage noch einmal lesen möchten.

Seit mehr als einem Jahr wartet die EGE - trotz mehrfacher Erinnerungsschreiben - auf eine Antwort, die nicht allein für die EGE von Bedeutung ist, sondern für die Naturschutzbehörden überall in Deutschland. Jetzt immerhin hat das Ministeriums die EGE wissen lassen, das letzte Erinnerungsschreiben vom 05.02.2016 an das für das Bauplanungsrecht zuständige Referat weitergeleitet zu haben. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 3,55 MB), wenn Sie dieses Schreiben aus dem BMUB lesen möchten.

Etwas Neues ist diesem Schreiben nicht zu entnehmen. Man kann daraus schließen, dass es um die Zusammenarbeit zwischen Städtebau und Naturschutz in diesem Ministerium nicht zum Besten steht. Traditionell gilt das Verhältnis zwischen Städtebau und Naturschutz als belastet. Dem Städtebau ist es in den 1990er Jahren gelungen, sich von der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung abzukoppeln, aus ihr Elemente in das Bauplanungsrecht herauszulösen und buchstäblich "fortzuentwickeln". Dieser Grundkonflikt liegt auch der Anfrage der EGE an das BMUB zugrunde.

Übrigens: Die EGE wendet sich nur bei dringender Veranlassung an Ministerien des Bundes und der Länder oder andere Behörden. Umso bedauerlicher ist es, dass eine Antwort häufig ausbleibt oder erst nach mehreren Erinnerungsschreiben gegeben wird. Antworten wie "Ihr Schreiben ist hier nicht bekannt" oder (so wie jetzt wieder) "konnte in unserem Hause nicht aufgefunden werden" oder "Ihr Schreiben ist aus der Bearbeitung" herausgefallen" mehren sich. Zugleich finden die für diese Behörden verantwortlichen Politiker immer wieder nette Worte fürs Ehrenamt, was mit der tatsächlichen Lage des Ehrenamtes im Naturschutzes nur schwer in Einklang zu bringen ist.

Der EGE über die Schulter schauen - April 2016

Am 01. April 2016 hat Stefan Brücher im Siebengebirge bei Bonn die ersten drei jungen Uhus der diesjährigen Uhusaison beringt. Gerrit Klosterhuis hat ein Video von der Aktion hergestellt. Für die Aufnahmen sorgte Stefan Brüchers Helmkamera. Der Mitschnitt zeigt auch, wie Stefan Brücher den Jungvögeln eine kleine Feder entnimmt, die späteren genetischen Untersuchungen dienen wird. Außerdem zu sehen ist eine blutige Stelle am Oberschenkel des einen der drei Uhus. Dieser Auffälligkeit wegen hat Stefan Brücher den Vogel vorsorglich zur Beobachtung mitgenommen. Letztendlich konnte der kleine Uhu nach ein paar Tagen der Kontrolle ins Nest zurückgesetzt werden. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie das fünfminütige Video anschauen möchten.

Eulen-Rundblick Nr. 66/2016 erschienen - April 2016

Titelseite Eulen-Rundblick 66

Die neue Ausgabe des Eulen-Rundblicks ist da. Der Eulen-Rundblick ist keine Zeitschrift der EGE, sondern die Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz bedrohter Eulen (AG Eulen). Das 120 Seiten umfassende Heft erscheint im 40. Jahr des Bestehens der AG Eulen.

Die Beiträge der EGE in Heft 66 liegen als PDF-Dateien vor. Klicken Sie die Beiträge bitte an, wenn Sie diese lesen möchten. Wir veröffentlichen die Beiträge an dieser Stelle mit freundlicher Zustimmung der Schriftleitung des Eulen-Rundblicks.

Der Eulen-Rundblick erscheint einmal jährlich. Er enthält Originalbeiträge, Fachberichte und Informationen über Biologie und Schutz der Eulen. Das Jahresabonnement kostet 15 Euro einschließlich Porto und Versandkosten. Bestellungen richten Sie bitte an Herrn Klaus Hillerich, Röntgenstr. 7, 64823 Groß-Umstadt,  klaus.hillerich@t-online.de.

Brut der Hildesheimer Domuhus gescheitert - April 2016

Im Westwerk des Hildesheimer Domes wird es in diesem Jahr keine jungen Uhus geben. Das Uhuweibchen hatte seit der letzten Februardekade bereits fest im Nistkasten des Domes gesessen und zwei Eier bebrütet, wie anhand der Webcam-Aufnahmen belegt ist. Jetzt, Anfang April, hätten die Küken geschlüpft sein müssen. Doch es gab keine Anzeichen mehr für Eier oder Jungvögel, und das Weibchen schien die Brut aufgegeben und den Kasten verlassen zu haben.

Am 07.04.2016 haben sich deshalb das Bistum Hildesheim und die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) entschlossen, im Kasten nachzusehen. Gefunden wurde in einer nicht von der Webcam erfassten Ecke des Kastens ein Ei. Das Ei wies eine große Öffnung auf. Im Ei steckte ein weit entwickeltes totes Küken. Vom zweiten Ei war nichts zu entdecken. Möglicherweise war es unbefruchtet, während des Brütens geplatzt und die Schalen sind vom Weibchen gefressen worden.

Warum es das Küken aus dem verbliebenen Ei nicht geschafft hat, bleibt auch für die EGE ein Rätsel. Vielleicht handelt es sich beim Weibchen oder beiden Brutpartnern um noch unerfahrene Vögel, also nicht um das erfahrene Brutpaar des Vorjahres bzw. der Vorjahre. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas schiefgeht. Am Nahrungsmangel lag es jedenfalls nicht, wie drei Ratten im Nest belegen, die dort von den Uhus als Nahrungsvorrat deponiert waren. Bistum und EGE setzen nun die Hoffnungen auf die Brutzeit 2017. Dass der Brutplatz im Westwerk des Domes ein komfortabler Platz für Uhus ist, steht außer Frage.

EGE beringt im Siebengebirge erste Junguhus - April 2016

Junguhu aus dem Siebengebirge im Rucksack © André Diesel

Stefan Brücher hat am 01. April 2016 die ersten Uhus der Brutsaison 2016 mit Ringen der Vogelwarte Helgoland gekennzeichnet. Einer der drei knapp vier Wochen alten Junguhus (im Bild) kam allerdings zunächst wegen Verletzungsanzeichen in menschliche Obhut; er wurde inzwischen zu den beiden Geschwistern zurückgesetzt. Dieses Brutvorkommen im Siebengebirge ist für einen traditionell frühen Lege- und Brutbeginn bekannt. Schon in der letzten Januarwoche dürfte das Dreiergelege komplett gewesen und mit der Brut begonnen worden sein.

Heuer brütet ein Drittel der Uhus in der Eifel nicht oder noch nicht. Dazu gehört auch "Lotte" an dem mit einer Webcam ausgestatteten Brutplatz im Ahrtal. Der Umstand, dass sich am Brutplatz immer wieder ein Fuchs aufhielt, ist gewiss kein Grund für den ausgebliebenen Brutbeginn.

Fernsehtipp - April 2016

Drei Herren im karierten Hemd © SWR

Zugegeben: Die vorherige Nachricht über Virginia-Uhus entsprach nicht ganz der Wahrheit. Die EGE hat Sie in den April schicken wollen. An allen anderen Tagen sind die Nachrichten der EGE der Wahrheit verpflichtet. Wahr, wenngleich nicht immer gut und schön. Oft sind es Nachrichten, die die EGE nicht oder nur wenig zum Besseren wenden kann.

"Sag` die Wahrheit". Das ist nicht nur eine empfehlenswerte Lebensregel, sondern auch der Titel einer Fernsehsendung des SWR. In der Folge am 04.04.2016 um 22 Uhr behaupten die drei Herren im Bild , in einer besonderen Beziehung zu Uhus zu stehen. Nur einer der drei Herren sagt die Wahrheit. Sie wissen wer? In jedem Fall geht es um Uhus. Die EGE wünscht gute Unterhaltung!

Virginia-Uhus für Trump? - April 2016

Virginia-Uhu © Rosl Rößner

Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat der Republikaner Donald Trump wird von den einen bewundert, von den anderen verspottet - seiner Frisur wegen. Dabei lautet die Frage nur allzu oft: Sind diese Haare echt? Das Geheimnis um die bisweilen ins Lächerliche gezogene Föhnfrisur hat nun ein Mitarbeiter aus Trumps Wahlkampfteam gelüftet. Die blonde Haarpracht sei ein in Silicon-Valley entwickeltes Hightech-Produkt hergestellt aus dem Untergefieder des Virginia-Uhus (Bubo virginianus). Trump bestreitet dies und hat den Mitarbeiter entlassen und auf Schadenersatz verklagt. Trump bestreitet allerdings auch Dinge, die für vernünftige Menschen außer Frage stehen.

Der Nachrichtensender CNN hat bei der EGE nachgefragt, ob bei Trump Uhufedern im Spiel sein könnten. Auf CNN sagte ein EGE-Sprecher, in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ließe sich nichts ausschließen. Zwar gelte für die EGE im Unterschied zu den USA das Prinzip strikter Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten. Bei aller Weisheit, die Eulen zugeschrieben werde, könne aber mit Gewissheit gesagt werden: Selbst ein Toupet aus Eulenfedern habe auf die geistigen Fähigkeiten Donald Trumps keinen Einfluss.

Es gibt Vermutungen, die Republikaner selbst hätten die Vorstellung von den Uhus als Haarlieferanten in die Welt gesetzt, um Trump zu schaden. Die Republikaner beobachten nämlich Trumps Aufstieg mit wachsender Sorge, der Kandidat könne das Ansehen der USA zum Nachteil der Wirtschaft und auf Kosten der Gefolgschaft des Westens noch stärker in Misskredit bringen.

Was machen die Hildesheimer Domuhus? - März 2016

Blick aus dem Kasten der Hildesheimer Domuhus © Edmund Deppe

Das dritte Jahr in Folge brüten Uhus am Hildesheimer Dom. Seit etwa vier Wochen sitzt das Uhuweibchen im Westwerk in einem nagelneuen komfortablen Zuhause. Es ist gut möglich, dass die Küken an den Osterfeiertagen schlüpfen. So war es auch im letzten Jahr. Damals war Ostern allerdings am 05. April.

Der neue in Zusammenarbeit von Bistum und EGE eingerichtete Kasten ist recht groß, nicht mehr zugig wie der frühere Turmfalkenkasten und kann - wenn die Jungen größer werden - mit einer Klappe zum Dachboden hin geöffnet werden, so dass die jungen Uhus wie im letzten Jahr ausreichend Platz für erste Flugversuche haben und nicht vorzeitig das Westwerk verlassen müssen. Mit jedem Tag, den die Jungen als Infanteristen auf dem geschützten Dachboden verbringen, verbessern sich ihre Überlebenschancen.

Auf wie vielen Eiern das Uhuweibchen sitzt, hat die EGE nicht in Erfahrung bringen können. In den beiden letzten Jahren waren je drei Uhus geschlüpft.

Das Bistum Hildesheim hat die Webcam in den Kasten freigeschaltet und informiert über die Domuhus auf seiner Webseite.

Einen Beitrag über die Uhus am Hildesheimer Dom in der Brutzeit 2015 enthält die im April 2016 erscheinende Ausgabe Nr. 66 des Eulen-Rundblick. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 200 KB), wenn Sie den Beitrag vorab lesen möchten.

Steinkauz-Zuwachs ganz gegen den Trend - März 2016

Feldhase © Gordana und Ralf Kistowski

Im Euskirchener Wochenspiegel erschien Mitte März ein Beitrag über das Engagement von Peter Josef Müller und Rita Edelburg-Müller. Beide setzen sich im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen für den Steinkauz ein. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 900 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten. Die Müllers sind Mitarbeiter der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. Falls Sie die Bemühungen der EGE unterstützen möchten, ist Ihre Spende herzlich willkommen. Vielleicht mögen Sie der EGE zu Ostern ein kleines Ei ins Nest legen in Gestalt einer Spende. Die EGE wünscht Ihnen frohe Ostern, wenngleich die Lage in der Welt von Ostern weit entfernt scheint.

Uhuschutz bei laufendem Abbaubetrieb - März 2016

Der Schutz von Uhus und der Abbau von Rohstoffen in Steinbrüchen lassen sich mit etwas gutem Willen durchaus vereinbaren. Naturschutzrechtlich sind Uhus zwar auch in Steinbrüchen mit Abbaubetrieb vor Schädigungen und Störungen geschützt. Einfacher wird die Sache aber im jedem Fall, wenn das Abbauunternehmen Verständnis für Uhus hat. Deshalb setzt die EGE viel daran, die Abbauunternehmen für den Schutz der Uhus zu sensibilisieren. Oft mit Erfolg. Das belegt auch die Sendung "natürlich!" des SWR vom 15.03.2016. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag ansehen möchten.

Ein Kauz und seine Lebensretter - März 2016

Rabenkrähe im Flug © Gordana und Ralf Kistowski

Im Juli 2015 war ein nur wenige Wochen alter Steinkauz versehentlich in einen Kamin gestürzt, aus der misslichen Lage aber glücklicherweise von der Feuerwehr befreit worden. Nachdem der Kauz sich in einer Pflegestation von diesem Abenteuer erholt hatte und dort auf ein Leben in Freiheit vorbereitet worden war, setzten die Müllers von der EGE den Kauz Ende August 2015 in eine Nisthilfe auf einer schönen Obstwiese am Rande eines Dorfes. Jetzt, im März 2016, ist der Kauz wieder in Erscheinung getreten. 25 Kilometer vom damaligen Freilassungsort entfernt und wieder in einer prekären Lage - nämlich in den Fängen eines Greifvogels. Der Kauz hätte gewiss sein Leben verloren, hätten sich nicht Krähen in den Vorfall eingemischt. Wie es die Art der Krähen ist, versuchten sie dem Greifvogel die Beute streitig zu machen. Während dieses Unterfangens kam der Kauz frei, fiel zu Boden und wurde von Claudia Stein aufgegriffen, die den Kauz dem Tierarzt Dr. Martin Böttcher vorstellte. Schlussendlich konnte der Kauz auch dieses Mal wieder in die Freiheit entlassen werden.

Einladung in den Kreis Euskirchen - März 2016

Steinkauz in der Nacht © Gordana und Ralf Kistowski

Wer etwas über den Steinkauz erfahren möchte, hat hierzu am 18. März 2016 im Kreis Euskirchen Gelegenheit. Im Rahmen eines abendlichen Spaziergangs (Dauer ca. 1,5 Stunden) wird Peter Josef Müller von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. Interessierten den Lebensraum des Steinkauzes vorstellen und Möglichkeiten zum Schutz dieser kleinen Eulenart vermitteln. Mit etwas Glück können die derzeit balzenden Steinkäuze rufend angetroffen und beobachtet werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt der Führung am 18. März 2016 um 18.15 Uhr ist die Kirche in Zülpich-Merzenich.

Fernsehtipp - März 2016

Uhus in der Abendsonne © Gordana und Ralf Kistowski

"Natürlich!" So heißt das Umwelt- und Naturmagazin des SWR. Es macht Lust auf Natur, bietet faszinierende Einblicke, gibt nützliche Tipps und beschäftigt sich auch mit dem, was die heimischen Ökosysteme bedroht. Jede Woche präsentiert das Magazin den Zuschauern in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz spannende und erstaunliche Geschichten aus ihrer Heimat. "Natürlich!" zeigt die Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt, stellt Menschen im Südwesten vor, die sich für die Natur und den nachhaltigen Umgang mit ihr einsetzen. Am 15.03.2016 ab 18:15 Uhr geht es u. a. um Uhus in Steinbrüchen. Mit dabei ist Stefan Brücher von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen.

EGE-Kinderbuch rezensiert - März 2016

Das EGE-Kinderbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" stößt im Blätterwald auf reges Interesse. So hat jetzt auch die Zeitschrift "Schöner Bayerischer Wald" in ihrer aktuellen Ausgabe 2/2016 das Buch rezensiert. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 2,23 MB), wenn Sie die Rezension lesen möchten.

Streuobstbestände in NRW/Kabinettsentwurf unzureichend - März 2016

Streuobstbestand © Sonia Weinberger

Enttäuscht zeigt sich die EGE über den Kabinettsentwurf für ein novelliertes Landesnaturschutzrecht in Nordrhein-Westfalen. Einen gesetzlichen Schutz für Streuobstbestände sieht der Entwurf nur unter stark einschränkenden Bedingungen vor. Die EGE hat sich deswegen an Umweltminister Remmel (Bündnis90/Die Grünen) und die im Landtag vertretenen Fraktionen gewandt. Die EGE fordert einen vollumfänglichen Schutz der Streuobstbestände - ohne Bindung an Schwellenwerte, an Abstände zu landwirtschaftlichen Hofstellen oder auf den Außenbereich beschränkt. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 74 KB), wenn Sie den Brief an den Umweltminister lesen möchten. Zugleich appelliert die EGE an die nordrhein-westfälischen Naturschutzvereinigungen, sich für einen durchgreifenden Schutz des mit Obstbäumen bestandenen Grünlandes im laufenden Gesetzgebungsverfahren einzusetzen. Es geht insbesondere um den Schutz des Steinkauzes.

Wird Lotte brüten, wann und wo? - März 2016

Fuchs © Gordana und Ralf Kistowski

Eine Reihe fragender Zuschriften erreicht die EGE. Was ist mit Lotte? Ist auf eine Brut vor der Webcam noch zu hoffen? Oder macht uns der Fuchs einen Strich durch die Rechnung, der sich die Sonne auf den Pelz scheinen lässt - ausgerechnet in Lottes Nest? Warum vertreiben die Uhus diesen Hausbesetzer nicht? Hat Lotte den Brutplatz aus Furcht vor dem Fuchs gar schon abgeschrieben?

Nun, so aufregend ist die Sache nicht. Wie die langjährigen Beobachtungen der EGE zeigen, beginnen die Uhus in milden Lagen meist als erste mit der Brut. In diesem Spätwinter brütet aber selbst von diesen frühen Uhus erst jeder dritte. Der Webcam-Brutplatz zählt nicht zu den Plätzen mit einem besonders frühen Brutbeginn. Mit Blick auf die Vorjahre ist mit Lottes Brutbeginn erst etwa Mitte März zu rechnen.

Wir Menschen denken natürlich: So ein großer Fuchs muss doch für einen Uhu bedrohlich sein (etwa so wie für uns vielleicht ein Löwe im Busch). Auch in den Vorjahren haben sich Lotte und ihr Partner (so wie andere Uhus) von Füchsen am Nest nicht besonders beeindruckt gezeigt. Wenn es nötig wird, vertreiben Uhus einen Fuchs. Uhus sind Füchsen überlegen und reagieren mit einer gewissen Gelassenheit. Uhus sind überhaupt ziemlich gelassen. Am ehesten fürchten sie Menschen. Und auch das eigentlich nur tagsüber. Nachts und in der Dämmerung können Uhus auch Menschen in Nestnähe durchaus in die Flucht schlagen. Bleiben wir also, was Lotte und Leo anbelangt, zuversichtlich und entspannt. Und einen Fuchs zu beobachten, ist auch eine schöne Sache.

EGE-Webcam zählt den viermillionsten Besuch - Februar 2016

Uhu © Gordana und Ralf Kistowski

Die Uhuwebcam in der Eifel wurde kürzlich zum viermillionsten Mal besucht. Die zunächst in Kooperation mit dem SWR eingerichtete und betriebene Webcam an einem Uhubrutplatz in der Eifel ist für viele Uhufreundinnen und -freunde in aller Welt längst eine feste Größe. Im letzten Jahr verzeichnete die EGE mehr als eine Million Zugriffe. Seitdem der SWR das Projekt aufgab, konnte die EGE die Webcam nur weiterbetreiben, weil Spender und Sponsoren einspringen.

Die EGE hofft mit den Uhufans auf den baldigen Start einer neuen Brutsaison von Lotte und Leo. In diesem Jahr sind die Uhus in der Eifel ganz im Zeitplan, d. h. sie sind etwas später dran als im Vorjahr. 2015 war der Brutbeginn nämlich vergleichsweise früh. Aktivitäten gibt es bereits jetzt am Brutplatz. Ab und zu, jedenfalls.

Die Webcam vermittelt wunderbare Eindrücke von der Aufzucht junger Uhus; sie gewährt unverstellte Einblicke in das Sozialverhalten der Uhus. Die Übertragung rund um die Uhr stört die Uhus nicht, ist aber gerade für viele Menschen daheim eine Möglichkeit, mit der Natur in Kontakt zu kommen. Besonders beliebt ist sie bei Familien mit Kindern.

Den mit der Webcam erreichten Beitrag zur Umweltbildung junger Zuschauer ergänzt und vertieft das Kinderbuch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz". Es ist gewissermaßen das Buch zur "Sendung".

Steinkauz-Rollups im Kreishaus Euskirchen - Februar 2016

Steinkauz-Rollups im Euskirchener Kreishaus © EGE

Die von der EGE gestalteten Steinkauz-Rollups (im Bild) mit dem Leitspruch "Den Steinkauz im Dorf lassen" sind ab sofort bis Ende März im Euskirchener Kreishaus zu sehen. Im Kreis Euskirchen gab es im letzten Jahr 123 besetzte Reviere. 90 Steinkauzpaare brüteten erfolgreich. Aus diesen Bruten gingen über 300 Jungvögel hervor.

Diese erfreulich hohe Zahl ist Peter Josef Müller (im Bild) und Rita Edelburg-Müller zu verdanken. Im Auftrag der EGE beobachten sie die Entwicklung des Steinkauzbestandes im Kreis Euskirchen. Die Müllers betreiben mit dem Aufhängen und Warten künstlicher Nistkästen so etwas wie ein "Wohnungsbauprogramm" für den Steinkauz und werben bei Städten, Gemeinden und Landwirten für den Schutz dieser einst weit verbreiteten Eulenart. Als die Müllers vor gut 15 Jahren im Kreis Euskirchen mit dem Schutz der Steinkäuze begannen, brüteten hier nur noch 30 bis 40 Paare. Der Kauz drohte ganz zu verschwinden. Für ihr Engagement wurden die Müllers 2010 mit dem Naturschutzpreis des Kreises ausgezeichnet.

Mit den Steinkauz-Rollups wendet sich die EGE insbesondere an Landwirte und Kommunalpolitiker in der Kölner Bucht, auf deren Verständnis und Mitwirken es vor allem ankommt, sollen Steinkauzlebensräume besser geschützt werden. Aber auch für andere Personen dürften die Rollups von Interesse sein.

Die Rollups gehen auf Reisen. In Rathäusern, Sparkassenfilialen und landwirtschaftlichen Einrichtungen. Falls Sie die kleine Ausstellung für den angegebenen Zweck buchen möchten, setzen Sie sich bitte mit der EGE in Verbindung.

Ein toter Uhu und eine hohe Dunkelziffer - Februar 2016

Stromopfer Uhu in der Grafschaft Bentheim © Christian Kerperin

Erneut ist ein Uhu an einem widerrechtlich nicht entschärften Mittelspannungsmast ums Leben gekommen. Es ist die Spitze eines Eisberges. Tatort ist diesmal der Landkreis Grafschaft Bentheim im westlichen Niedersachsen. Angaben eines Anwohners zufolge sind unter dem Mast zuvor schon tote Mäusebussarde aufgefunden worden. Der Mitarbeiter der Naturschutzbehörde des Landkreises fand bei der Bergung des Uhus am selben Mast die Überreste von mindestens drei Rabenkrähen. Es ist ein mehr oder weniger alltäglicher Vorgang, obgleich die Netzbetreiber bereits zum Ende des Jahres 2012 zur vogelsicheren Umrüstung aller Mittelspannungsmasten verpflichtet waren. Der Uhu wurde nur gefunden, weil der Mast an einem Weg steht. So gesehen ein Glücksfall. Die meisten Masten stehen abseits von Wegen und Straßen. Das Drama vollzieht sich von Menschen unbemerkt. Der Fuchs holt sich die Opfer.

Was nun? Der Netzbetreiber wird den Todesmast in der Grafschaft Bentheim vermutlich entschärfen. Aber, ist dies der einzige gefährliche Mast dort? Eher nein. Gewissheit verschafft nur die systematische Kontrolle. Stichproben der EGE zeigen, nach wie vor ist eine hohe Zahl Masten vogelgefährlich. Dass dies im Landkreis Grafschaft Bentheim so ganz anders sein sollte, ist unwahrscheinlich. Im Gegenteil: der betreffende Mast, an dem der Uhu ums Leben kam, zählt der Konstruktion nach zu den gefährlichsten Bautypen überhaupt. Für das Eliminieren solcher Masten sorgte die EGE in der Eifel bereits vor 30 Jahren. Wo solche Masten der gefährlichsten Bauart noch stehen, dürfte es insgesamt hinsichtlich der Entschärfung schlecht bestellt sein.

Die EGE empfiehlt allen Naturschutzbehörden in Deutschland dringend: "Warten Sie nicht auf Todesfälle, sondern lassen Sie Kreis- oder Stadtgebiet auf gefährliche Masten hin überprüfen!" Das Knowhow dazu haben außerhalb der Stromversorger nur wenige Personen. Über ein auf diesem technischen Feld profundes Fachwissen verfügt die EGE, die deshalb an den 2011 in Kraft getretenen Richtlinien der Netzbetreiber über "Vogelschutz an Mittelspannungsmasten" auf Betreiben des Bundesumweltministeriums mitgearbeitet hat.

Naturschutzbehörden können mit der Untersuchung jederzeit die EGE beauftragen. Gegen kaum mehr als eine Aufwandsentschädigung untersucht die EGE den Mastbestand; sie dokumentiert die gefährlichen Masten, fertigt eine Mängelliste und unterstützt die Naturschutzbehörde, die gesetzlich verlangte Entschärfung der Masten gegenüber dem Netzbetreiber durchzusetzen. Greifvögel, Eulen und Störche, die häufig an Mittelspannungsmasten getöteten Großvogelarten, sollten es wert sein, auf diese Weise endlich besser geschützt zu werden. Das Schicksal dieser Arten liegt auch in der Hand der örtlichen Naturschutzbehörden. Was aber, wenn sie gar keinen Überblick über die Größenordnung der Misere haben? Wie wollen sie dann auf Abhilfe drängen?

Die Landesbehörden für Naturschutz der Bundesländer einschließlich der 13 Vogelschutzwarten in Deutschland verzichten fatalerweise auf Kontrollen. Sie vertrauen aus Überlastung oder politisch motivierter Behinderung wider bessere Erfahrung auf die Angaben der Netzbetreiber, alle Masten pflichtgemäß entschärft zu haben. Der vom Stromschlag getötete Uhu in der Grafschaft Bentheim ist der schlagende Gegenbeweis. Vogelschützer sollten die Behörden ermutigen, die EGE oder eine andere verlässliche Stelle mit der Überprüfung der Masten zu beauftragen. Mit den Ergebnissen lässt sich der nötige Druck erzeugen, die unhaltbaren und rechtswidrigen Zustände zu überwinden. Wirksamer als mit solchen Bestandsaufnahmen lassen sich Vögel kaum schützen. Eine Erkenntnis, die 590.000 Vogelschützer doch mobilisieren sollte. So viele Menschen sind jedenfalls Mitglied in Deutschlands größter Vogelschutzorganisation.

Steinkauzschutz in NRW nach Art von Bündnis 90/Die Grünen - Februar 2016

Steinkauz © Gordana und Ralf Kistowski

Im Unterschied zu allen anderen Bundesländern mit einem bedeutenden Anteil an Streuobstwiesen sind in Nordrhein-Westfalen diese Biotope nicht gesetzlich geschützt. Ein solcher Schutz galt lediglich ab 2005; er wurde aber bereits 2007 unter der von Jürgen Rüttgers geführten christlich-liberalen Landesregierung aufgehoben. Die seit Juli 2010 amtierende sozial-grüne Landesregierung hat den Schutz bislang nicht wieder eingeführt.

Dabei hat Nordrhein-Westfalen für den Schutz des Steinkauzes eine besondere Verantwortung. In Deutschland leben drei von vier Steinkäuzen in Nordrhein-Westfalen, nämlich ungefähr 6.000 Paare; die meisten davon am unteren Niederrhein und im Münsterland, aber auch etwa 800 Paare in der Kölner Bucht. Die EGE hat den nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) bereits vor Jahren aufgefordert, sich für eine Wiederaufnahme der Streuobstwiesen in den Katalog der gesetzlich geschützten Biotope einzusetzen. Werden diese Steinkauzbiotope in Nordrhein-Westfalen bald besser geschützt sein, fragte die EGE vor mehr als drei Jahren. Der Minister sagte der EGE genau dieses zu. Damals war der grüne Umweltminister 900 Tage im Amt. Inzwischen sind 1.100 Tage hinzugekommen. Gibt es nach 2.000 Tagen grüner Umweltverantwortung ein erkennbares Bemühen und einen Fortschritt auf diesem Gebiet?

In einem Entwurf des neuen Landesnaturschutzgesetzes aus dem Sommer 2015 waren Streuobstbestände als geschützte Biotope vorgesehen. Der Minister wollte sie per Gesetz besser vor Bebauung schützen. Nach Protest der Landwirtschaft knickte er ein und favorisiert nun einen Gesetzestext, der der Landwirtschaft entgegenkommt und den Schutz dieser für den Steinkauz und andere bedrohte Tierarten wichtigen Lebensräume verwässert. Geschützt werden sollen demnach Streuobstbestände nämlich nur, wenn sie größer als 0,4 Hektar und mehr als 100 Meter von landwirtschaftlichen Hofstellen und Bebauung entfernt sind.

Besser als gar nichts, mag man meinen. Doch wie Untersuchungen der EGE in den Kreisen Euskirchen und Düren belegen, brüten dort 75 Prozent aller Steinkäuze in Streuobstbeständen in einem Umkreis von weniger als 100 Meter um Dörfer oder Einzelgehöfte. Ein Befund, der für die gesamte Kölner Bucht, wenn nicht gar für ganz Nordrhein-Westfalen, zutreffen dürfte. Die vom Minister favorisierte Regelung hilft dort also den wenigsten Käuzen. Sie ist vielmehr ein kalkuliertes Zugeständnis an die Landwirtschaft und die Kommunen, die ihre Bauerweiterungsabsichten Zug um Zug auf Kosten hochgradig schutzbedürftiger Lebensräume durchsetzen.

Der Vorstand des nordrhein-westfälischen NABU will nun diesen beabsichtigten minimalen gesetzlichen Schutz der Steinkauzlebensräume durch freiwillige Vereinbarungen (zwischen welchen Personen oder Stellen eigentlich?) ersetzen. Ob darin auch die Kreis- und Stadtverbände des NABU eine geeignete Lösung sehen, bleibt abzuwarten. Der BUND hingegen fordert in einer Presseinformation einen durchgreifenden gesetzlichen Schutz. Ob und wie sich die Nordrhein-westfälische Ornithologen-Gesellschaft äußern wird, ist ungewiss. Sie hat den Steinkauz im Logo.

Der Naturschutz droht einmal mehr an den Interessen von Landwirten und Landbesitzern zu scheitern. Erinnern Sie sich an Artikel 14 des Grundgesetzes? Darin heißt es, "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Eigentum verpflichtet in Deutschland schon lange zu nichts anderem mehr als zu Eigennutz auf Kosten des Allgemeinwohls. Dank dieser Politik hat der Steinkauz die Bundesrepublik östlich einer Linie Kiel-Konstanz bereits geräumt.

Seeadler im Nest erschossen - Februar 2016

Seeadler © Gordana und Ralf Kistowski

Die Übergriffe auf Vögel und ihre Nester mehren sich, nicht zuletzt dort, wo ihre Existenz dem weiteren Ausbau der Windenergiewirtschaft artenschutzrechtliche Grenzen setzen könnte. Es ist viel Geld im Spiel. Dingfest gemacht werden die Täter fast nie. So dürften die Dinge auch bei Neuhaus an der Oste im Landkreis Cuxhaven im Sande verlaufen. Mitte Februar lag dort ein Seeadlerweibchen tot im Nest. Ein glatter Durchschuss, sozusagen. Der Vogel hatte noch einen Zweig im Schnabel und war offenbar mit dem Nestbau beschäftigt, als der Schuss traf. Das Seeadlermännchen hatte über Tage immer in derselben Haltung über dem Nest gesessen. Über dem toten Weibchen, wie man jetzt weiß. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Naturschutzverbände haben eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. 5.000 Euro, heißt es. Sollte es sich um einen Auftragsschützen gehandelt haben, dürfte er eine höhere Kopfprämie kassiert haben.

Muss man hinzufügen, dass in der Umgebung des Nestes Windenergieanlagen errichtet werden sollen? Erstmals brüteten Seeadler hier im Jahr 2010. Im Jahr darauf vereitelten Arbeiten an einem Zaun den Bruterfolg. Auch in den Folgejahren blieb eine Brut trotz jährlicher Brutvorbereitungen des Paares aus. Bisher sind an Windenergieanlagen in Deutschland 119 Seeadler ums Leben gekommen. Die Zahl der in Deutschland mit Gift oder Schüssen getöteten Seeadler ist ebenfalls beträchtlich. Die Gründe für die Verfolgung bleiben meist unaufgeklärt. In Niedersachsen gibt es 44 Revierpaare; so wenige, dass es auf jeden einzelnen Adler ankommt. Allerdings so viele, dass sich die Windenergiewirtschaft über der Vögel wegen ausgesprochene Versagungen von Windenergieanlagen beklagt.

Massive Versäumnisse in Bayern - Februar 2016

Nun endlich scheint dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern der Geduldsfaden zu reißen. Nach dem Fund eines toten Uhus im Landkreis Ansbach fordert der LBV umgehende Schutzmaßnahmen der Netzbetreiber an Mittelspannungsmasten mit falscher Sicherung. Solange mehrere tausend ungenügend gesicherte Masten nicht nachgebessert werden, befürchtet der LBV zahlreiche weitere tote Großvögel wie Uhu oder Weißstorch.

"Hinzu kommt, dass wir in Bayern aktuell immer noch über 25.000 völlig ungesicherte gefährliche Strommasten haben", schreibt der LBV am 05.02.2016 auf seiner Website. Nach der gesetzlichen Vorschrift hätten eigentlich alle als gefährlich einzustufenden Mittelspannungsmasten bis 2012 gesichert sein müssen. Der LBV hatte sich gegenüber Netzbetreibern und Staatsregierung kompromissbereit gezeigt und dem Aufschieben der geschuldeten Umrüstung zugestimmt.

Im Freistaat Bayern, der in anderen Politikfeldern gerne hart durchgreift, Rechtstaatlichkeit anmahnt und sich technologisch fortschrittlich wähnt, zeigen sich auf dem Gebiet der Umrüstung gefährlicher Masten selbst jetzt bei Auslaufen einer überdies bundesrechtlich gesehen mehr als fraglichen Nachfrist gravierende Defizite und rechtswidrige Zustände.

Sterben für die Wende und den Profit der Wenigen - Februar 2016

Windenergieopfer Rotmilan © Christian Gelpke

Die Zahl der Windenergieanlagen in Deutschland beträgt aktuell 25.980. Im letzten Jahr kamen 1.368 Anlagen hinzu. Lange Zeit mochte sich das Ausmaß der Tierverluste an diesen Anlagen niemand vorstellen. Windenergie galt als "sauber". Dass im Durchschnitt an jeder Anlage mehr als 10 Fledermäuse pro Jahr zu Tode kommen, ist eine vergleichsweise neue Erkenntnis. Bis vor wenigen Jahren spielten Fledermäuse beim Ausbau der Windenergiewirtschaft überhaupt keine Rolle. Die Folge dieser Verkennung des Problems sind 250.000 tote Fledermäuse Jahr für Jahr - mit unabsehbaren Folgen für den Fortbestand dieser Artengruppe.

Investoren, viele Gutachter, Ministerien, Behörden und Kommunen marginalisieren, bagatellisieren und relativieren die Kollisionsrisiken. Die Verluste an Fledermäusen und Vögeln seien dem allgemeinen Lebensrisiko zuzurechnen und weder populationsgefährdend noch überhaupt nennenswert hoch. Es ist ein Kartell des Todschweigens im Interesse des Geldes und der Geschäfte.

Wie hoch die Risiken tatsächlich sind, zeigt die Auflistung der Kollisionsopfer in nur einem Windpark mit 14 Anlagen in Norddeutschland in einer eher ausgeräumten Ackerlandschaft ohne jede herausgehobene Bedeutung als Vogellebensraum, die deshalb ohne viel Federlesen mit Windenergieanlagen bebaut wurde. Bei täglichen Kontrollen wurden im Herbst 2015 unter den Anlagen tot gefunden: zwei Turmfalken im Abstand eines Tages, zwei Rotmilane im Abstand von nur 12 Tagen, ein weiterer Greifvogel und eine ganze Reihe Kleinvögel. In einem anderen norddeutschen Windpark mit sieben Anlagen wurden bei nur acht Begehungen im August 2015 drei Mäusebussarde, ein Rotmilan und zwei Mauersegler tot unter den Anlagen gefunden.

Für 70 Windenergieanlagen in einem ostniedersächsischen Windpark wurden die Opferzahlen gerade auf den Ergebnissen eines stichprobenhaften Schlagopfermonitorings gestützt auf 1.500 Fledermäuse gerechnet. Das sind mehr als 20 tote Fledermäuse je Anlage und Jahr. Die EGE hat die Untersuchungen aus Spendenmitteln unterstützt.

Es ist das tägliche Sterben an Windenergieanlagen. Gewissermaßen der "ganz normale Wahnsinn". Wie lange will die Gesellschaft diesem Treiben zusehen? Wenn irgendwo Obergrenzen gesetzt werden müssen, dann beim weiteren Zubau an Windenergieanlagen. Die von Naturschutzverbänden beschworene Vereinbarkeit von Naturschutz und dem weiteren Ausbau dieser Industrie ist eine Lebenslüge.

Am 25. Januar 2016 haben die Ministerpräsidenten der norddeutschen Bundesländer für einen weiteren Ausbau der Windenergiewirtschaft plädiert. Und - wie könnte es anders sein - der BUND Deutschland und der Bundesverband Windenergie BWE fordern Hand in Hand einen "weiteren dynamischen Ausbau der Windenergie".

Uhus in Kies- und Sandgruben schützen - Februar 2016

Uhuschutz in der Quarzgrube © Britta Franzheim

Der Abbau von Rohstoffen ist gewiss nicht im Sinne des Naturschutzes. Aber, dort wo unvermeidbar abgebaut wird, sollte man das Beste daraus machen - auch für Uhus. Uhus nutzen Abbaugruben als Brutplatz. In Kies- und Sandgruben gehen die Brutplätze in den Böschungen allerdings leicht verloren, weil die Steilwände nicht standsicher sind oder der Abbau voranschreitet und notgedrungen auch die Brutplätze abgebaut werden.

In beiden Fällen lassen sich mit etwas gutem Willen alternative Brutplätze im Abbaufeld einrichten. Die Schaffung solcher Brutplätze kann sogar eine gesetzliche Bedingung sein, damit der Abbau den bisher genutzten Brutplatz in Anspruch nehmen darf. In diesem Fall ist die Schaffung eines neuen Brutplatzes "eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme". Sie stellt sicher, dass Uhus auch weiterhin im Abbaufeld in Sicherheit brüten können. Uhus lassen sich auf diese Weise vergleichsweise leicht schützen.

Für ein solches Management steht die EGE den Abbauunternehmen beratend zur Seite oder legt - wie hier im Bild bei den Quarzwerken Frechen - für die Schaffung eines stabilen Brutplatzes in der Steilwand selbst Hand an. Im Bild Stefan Brücher von der EGE (M.), Rolf Jansen (l.) und Gottfried Ismar (r.) vom "Green-Team" der Quarzwerke.

Vier Postkartenmotive für den Eulenschutz - Februar 2016

Vier Postkartenmotive © EGE

Mit den hier gezeigten vier Eulenmotiven auf Postkarten wirbt die EGE für den Eulenschutz. Die Aquarellzeichnungen von Bärbel Pott-Dörfer sind dem EGE-Kinderbuch von Wilhelm Breuer "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" entnommen. Es sind vier von insgesamt 40 Aquarellen, die das Buch illustrieren.

Für den Kartensatz (4 Karten) erbittet die EGE eine Spende in Höhe von 4 Euro; für 3 Kartensätze (12 Karten) eine Spende in Höhe von 10 Euro. Stichwort "Postkarten". Der Versand erfolgt versandkostenfrei.

Windenergiewirtschaft bringt Mäusebussard in Bedrängnis - Februar 2016

Mäusebussard im Flug © Gordana und Ralf Kistowski

Dass Mäusebussarde an Windenergieanlagen tödlich enden können, ist nichts Neues. Gleichwohl tun sich die Behörden schwer, ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko auch für diese Greifvogelart in Anlagennähe in Erwägung zu ziehen. Sie tun sich auch deshalb schwer, weil sie dem Irrtum aufsitzen, einem signifikant gesteigerten Tötungsrisiko könnten nur solche Arten erliegen, die schon selten sind und auf der Roten Liste stehen. Ein Ansatz, der zwar rechtswidrig, aber in einigen Bundesländern immer noch Praxis ist.

Die Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten hatte den Mäusebussard auf die Liste der bei Zulassungsverfahren in dieser Weise zu beachtenden Arten setzen wollen, hatte dieses Ansinnen aber auf Druck der Windenergiewirtschaft schließlich aufgegeben. Übrig blieb in den später veröffentlichten Empfehlungen ein verschämter Hinweis, dass es unter Umständen weitere Arten geben könne, die an den Anlagen einem erhöhten Kollisionsrisiko ausgesetzt sein könnten. Für die Feldlerche gilt prinzipiell dasselbe. Explizit erwähnt werden die beiden Arten in den Empfehlungen nicht. Dass dies ein Versäumnis ist, lag schon vor der Veröffentlichung auf der Hand.

Jetzt zeigt eine neue Studie, dass dieses Tötungsrisiko noch größer ist als befürchtet, vermag es doch den häufigsten Greifvogel Deutschlands aufs Ganze gesehen in Bedrängnis zu bringen. In der weltweit bislang größten Untersuchung zu den Kollisionsrisiken von Vögeln an Windenergieanlagen kommen die Wissenschaftler auf Basis von Untersuchungen in Windparks in Norddeutschland zu dem Ergebnis, dass selbst bei Betrachtung des Ausbaustands von Windenergieanlagen von 2014 eine "bestandsgefährdende Entwicklung" für die Art zu befürchten ist.

In der Märzausgabe des ornithologischen Fachjournals "Der Falke" äußert sich der an der Studie beteiligte Bielefelder Professor für Verhaltensforschung, Oliver Krüger, erstmals ausführlich zu den Ergebnissen der noch unveröffentlichten Studie: "Der Mäusebussard taucht in den Betrachtungen zur Windenergie bisher überhaupt nicht auf und auch wir hatten das zunächst nicht auf dem Schirm. Das war für uns die große negative Überraschung unserer Studie", sagte Krüger der Zeitschrift. "Aber aufgrund der ziemlich hohen Fundzahl (während der Untersuchung) auch im Vergleich zum Rotmilan und anderen Arten war die hochgerechnete Schlagrate tatsächlich so, dass wir schon jetzt einen kritischen Istzustand im überwiegenden Teil der untersuchten norddeutschen Population prognostizieren mussten. Wir haben hier eine potenziell bestandsgefährdende Entwicklung", sagte Krüger der Zeitschrift.

Die Studie könnte damit erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland haben. Denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz unterliegt der Mäusebussard wie alle Greifvögel und Eulen nicht nur einem strikten Tötungsverbot, das wissentliches Inkaufnehmen des Tötens einschließt, sondern verboten sind auch Schädigungen, die den Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtern. Auf beides gibt es nun beachtliche Hinweise. Wer das Flugverhalten des Mäusebussards näher kennt, dürfte indessen kaum überrascht sein. Der Vogel ist oft kreisend in der Luft unterwegs; er unternimmt ausgedehnte Suchflüge mit Blick auf die Erdoberfläche und ist wenig wendig. Eigenschaften, die ihn als Kollisionsopfer prädestinieren.

Dass die Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten nun ihre Empfehlungen nachjustieren könnte, ist eher nicht zu erwarten. Nach den Auseinandersetzungen zwischen Vogelschutzwarten und Windenergiewirtschaft im Vorfeld der letztes Jahr veröffentlichten Empfehlungen werden die Umweltministerien dieser Arbeitsgemeinschaft die fachwissenschaftliche Freiheit zu einem solchen Schritt kaum zubilligen.

Der Uhu im Osten - Januar 2016

Uhu © Gordana und Ralf Kistowski

2005 war der Uhu Vogel des Jahres. Damals befasste sich in Aschaffenburg eine internationale Tagung mit dem Uhu. Gut zehn Jahre später richtet die Brandenburgische Akademie "Schloss Criewen" den Blick auf die Lage des Uhus insbesondere in den neuen Bundesländern und vielleicht nach Polen. Jedenfalls versprechen die Programmthemen der Tagung, die am 18. März 2016 stattfindet, aktuelle Bestandszahlen, neue Erkenntnisse und spannende Diskussionen. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 563 KB), wenn Sie das Tagungsprogramm lesen möchten. Die Tagung in Kooperation mit der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. wird unterstützt von der AG Eulen. Vielleicht mögen Sie teilnehmen und sich anmelden.

Uhu im Osnabrücker Dom - Januar 2016

An der Krippe im Osnabrücker Dom sind an Tieren nicht nur Ochs` und Esel, die Schafe der Hirten und ein Kamel der Weisen aus dem Morgenland versammelt. An geflügelten Wesen begegnet dort dem Betrachter auch nicht allein der Chor der Engel, sondern auch ein Uhu. Zwar mag er nach Größe und Stil zum zwischen 1919 und 1929 geschaffenen Figurenensemble nicht recht passen. Aber der Sache nach ist der Uhu hier keineswegs fehl am Platz. Zum einen war er vermutlich Teil der Avifauna Betlehems, zum anderen brüteten vor einigen Jahren Uhus im Kreuzgang des Osnabrücker Domes. Die Osnabrücker haben sich mit dem Uhu an der Krippe die Erinnerung daran bewahrt. Früher endete die Weihnachtszeit vierzig Tage nach Weihnachten. Das ist der 2. Februar. Bis dahin dürfte die nicht alltägliche Szene noch zu besichtigen sein.

Im Tal der Ahr - Januar 2016

Der SWR strahlte kürzlich die Sendung aus "Magmafelsen und Winterfeuer. Vom Laacher See ins Tal der Ahr". Darin geht es auch um Lotte und Leo - die beiden Uhus, die im letzten Jahr vor der Webcam der EGE Uhus aufgezogen haben. Die 30minütige Sendung ist in der SWR-Mediathek hinterlegt unter " fahr mal hin - Magmafelsen und Winterfeuer". Der Beitrag mit Lotte, Leo und Stefan Brücher von der EGE finden sie ab Minute 15:36 bis 18:54.

Lotte und Leo beginnen allmählich mit der Balz. Schon deshalb lohnt es sich, die Webseite der EGE zu besuchen und via Webcam zuzusehen, was sich am Brutplatz ereignet. Ob beide wieder brüten werden? Wird Leo aus der letzten Brutzeit gelernt haben? Sind die beiden noch zusammen? Oder tauchen gar neue Uhus auf? Streunt der Fuchs am Brutplatz umher? Die EGE freut sich mit Ihnen auf ein spannendes Uhujahr.

Vom Main an die Rur - Januar 2016

Steinkauz im Schnee © Rosl Rößner

Ein interessanter Wiederfund eines Steinkauzes wurde jetzt bekannt. Das Steinkauzweibchen wurde am 09. Juni 2014 im hessischen Flörsheim in der Nähe von Frankfurt als Nestling beringt und am 29. Mai 2015 - also ein Jahr später - zusammen mit seinen vier Jungvögeln in Nideggen an der Rur im nordrhein-westfälischen Kreis Düren von EGE-Mitarbeiterin Doris Siehoff in einer künstlichen Nisthilfe angetroffen. Die Entfernung zwischen Beringungs- und Wiederfundort beträgt 157 km. Zumeist entfernen sich Steinkäuze nur etwa 50 km vom Geburtsort.

Zweierlei Maß - Januar 2016

An der Nordsee, auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, sind jüngst Pottwale gestrandet und verendet. Tragisch. Vielleicht ist es der Unterwasserlärm aus Schiffsverkehr oder Gas- und Erdölförderung, der die Wale eine falsche Abbiegung hat nehmen lassen mit tödlichem Ausgang. Vielleicht ist es aber auch nur ein naturimmanentes Geschehen. Wer weiß das schon so genau. Pottwal-Strandungen sind seit Jahrhunderten in der Nordsee bekannt, als es noch keinen Unterwasserlärm gab.

Das niedersächsische Umweltministerium lobt in einer aktuellen Presseerklärung, in der Öffentlichkeit bestünde "eine große Bewunderung und ein großer Respekt für die Wale". Das ist nicht zu bezweifeln. Ob, wie das Ministerium an derselben Stelle schreibt, "das starke öffentliche Interesse an den Ereignissen der letzten Tage ein außerordentlich erfreuliches Signal für den Natur- und für den Artenschutz" ist, darf indessen bezweifelt werden.

Und was wäre eigentlich, zeigte die Öffentlichkeit ein vergleichbar starkes Interesse an den zigtausenden Fledermäusen und Vögeln, die nicht aus naturimmanenten Gründen, sondern zweifelsfrei gewaltsam an Windenergieanlagen verenden? Wäre das für das Ministerium auch ein "erfreuliches Signal für den Natur- und Artenschutz"?

Das Skelett eines der Wale soll nach einer entsprechenden Aufarbeitung als Anschauungsobjekt im Nationalpark dienen. Tote Fledermäuse und Uhus unter Windenergieanlagen hingegen holt der Fuchs oder sie werden untergepflügt.

EGE-Eulen-Kinderbuch besprochen - Januar 2016

Das im Dezember 2015 erschienene Kinderbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" wurde nun auch rezensiert. Rezensent ist Dr. Wolfgang Scherzinger, einer der renommiertesten Eulenspezialisten und Mitverfasser des Standard-Eulenbuches von Mebs und Scherzinger "Die Eulen Europas". Wolfgang Scherzinger hat vor Jahren selbst Beiträge zum Eulen- und Naturschutz für Kinder in der Zeitschrift "Nationalpark" veröffentlicht.

Breuer, W. (2015): Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz. Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.; 104 S. Mit rund 30 Aquarellen von B. Pott-Dörfer und zahlreichen Zeichnungen. Erhältlich gegen Spende von 12,50 Euro versandspesenfrei - ausschließlich - über EGE, Breitestrasse 6, D- 53902 Bad Münstereifel.

Den Schwerpunkt dieses liebevoll illustrierten Kinderbuchs bilden sechs Kurzgeschichten von faszinierenden Begegnungen mit jeweils einer Eulenart. In diese persönlich und lebensnah gehaltenen Erlebnisberichte sind fachliche Informationen z. B. über Brutplatzsicherung und Nisthilfen, Gefährdung und Schutzmaßnahmen und Habitatverlust sowie über Konflikte zwischen Jagd, Tourismus, Landnutzung und Artenschutz eingebettet. Wiederkehrende Motive sind Bestandserfassung und Beringung, mit entsprechenden Hinweisen auf die Tätigkeiten der EGE.

Ob Entdeckung eines Schleiereulenvorkommens im Dorf, einer Waldohreulen-Wintergemeinschaft am Friedhof oder die Heranführung an eine Steinkauzbrut im Obstgarten, stets sind die Geschichten in einen ganzheitlichen Kontext gestellt, der die Eule innerhalb einer spezifischen Lebensgemeinschaft zeigt, in enger Abhängigkeit zum menschlichen Handeln.

Angeschlossen sind ein Abriss über die speziellen Eulen-Merkmale sowie illustrierte Steckbriefe zu allen dreizehn europäischen Eulenarten, letztlich eine Kurzvorstellung der EGE.

Das nett gestaltete und inhaltsreiche Buch ist für die Begeisterung junger Eulenfreunde jedenfalls sehr zu empfehlen, und erscheint mir als Lesestoff ab dem Grundschulalter geeignet.

W. Scherzinger

Die wirksamste Weise Fledermäuse zu retten - Januar 2016

Schlagopfer Fledermaus © Justus Maierhofer

Die jährlichen Fledermausverluste an Windenergieanlagen in Deutschland sind mit Berufung auf die Ergebnisse eines vom Bundesumweltministerium mit mehr als einer Million Euro geförderten Forschungsvorhabens erst jüngst auf 250.000 Opfer prognostiziert worden. Die Untersuchung hatte an 84 Anlagen in 42 Windparks in Deutschland durchschnittlich zwölf Schlagopfer, an einzelnen Anlagen bis zu 57 tote Tiere zwischen Juli und September ermittelt. Der Studie zufolge sind dies "für die bundesweite Windenergielandschaft repräsentative Daten".

Mindestens die Hälfte der heute 25.000 Windenergieanlagen sind ohne jede Rücksichtnahme auf Fledermäuse errichtet worden. Dass die Tiere an den Rotoren massenhaft zu Tode kommen könnten, hatten Naturschutz und Windenergiewirtschaft vollkommen verkannt. Bedenkt man, dass Fledermäuse nur ein Junges pro Jahr zur Welt bringen, wird das dramatische Ausmaß der Verluste ansatzweise sichtbar.

Dabei muss es nicht bleiben, denn rückwirkend lassen sich an den bisher ungeregelt betriebenen Anlagen noch Fledermäuse retten. Werden nämlich an Anlagen hohe Verluste festgestellt, können nachträglich artenschutzrechtliche Betriebsbeschränkungen durchgesetzt werden. Dann müssen zumindest zu den Zeiten mit hoher Fledermausaktivität die Anlagen abgeschaltet werden. Der Anlagenbetreiber muss dies entschädigungslos hinnehmen. Dafür ist es aber erforderlich, die Anlagen mit besonders hohen Opferzahlen zu identifizieren. Das gelingt nur mit aufwändigen Schlagopfersuchen. Der Betreiber hat an den Untersuchungen kein Interesse und kann zu ihrer Durchführung nicht gezwungen werden. Was läge für Fledermausschützer näher, als selbst ein solches Monitoring zu organisieren.

Die EGE regt solche Opfersuchen nicht nur an; sie beteiligt sich daran auch finanziell, so im letzten Jahr im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dort zeigen die von der Karl Kaus Stiftung für Tier und Natur, den Kreisgruppen des BUND und des NABU, dem Verein Naturkunde Lüchow e. V. und der Avifaunistischen Arbeitsgemeinschaft Lüchow-Dannenberg veranlassten Untersuchungen Wirkung. Die Anlagen können nicht länger ungeregelt betrieben werden.

Was könnte für die Sache des Fledermausschutzes erreicht werden, würden andere Naturschutzvereinigungen dem Beispiel folgen? Was, wenn Landes- und Bundesverbände von NABU und BUND nur ein Prozent ihres jährlichen Spendenaufkommens für solche Untersuchungen bereitstellten? Zug um Zug könnte der Anlagenbetrieb fledermausfreundlich nachgesteuert werden. Leichter lassen sich Fledermäuse nicht schützen. Mit einem nächtlichen Abschalten sinkt zugleich das Tötungsrisiko für Eulen.

Bitte prüfen Sie, ob die Naturschutzvereinigung, der Sie angehören, nicht auch solche Untersuchungen veranlassen könnte. Wenn nicht, vielleicht mögen Sie selbst die EGE zweckgebunden bei der Finanzierung solcher Untersuchungen unterstützen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (selbst).

Dankeschön - Januar 2016

Junge Waldohreule © Gordana und Ralf Kistowski

Die EGE sagt allen Personen herzlich Dankeschön, die zu 25 Jahren EGE und 10 Jahren EGE-Website gratuliert und für 2016 gute Wünsche übermittelt haben. Von den Zuschriften möchten wir eine besonders herausheben. Es ist ein Gedicht, das Dorothee Warnecke aus Hannover der EGE gewidmet hat, in dem sie wiederkehrende Herausforderungen des Eulenartenschutzes buchstäblich verdichtet hat:

Happy Birthday EGE

Wir sind nur klein, sagt der Steinkauz
Zu unrentabel, sagt der Bauer
Wir brüten im Steinbruch, sagt der Uhu
Es ist erforderlich, sagt der Winzer
Wir brauchen die Mäuse, sagt die Schleiereule
Uninteressant, sagt der Mastbetrieb
Verkohlt, sagt die Fledermaus
Unabwendbar, sagt das Rotorblatt
Leben in Freiheit, sagt der Waldkauz
Technisch zu aufwendig, sagt die Stromleitung
Biodiversität, mahnt der Experte
Ich werde weinen, flüstert Darwin
Von weichen Federn hörte das Kind...

10 Jahre EGE-Website - Januar 2016

Habichtskauz im Morgenlicht © Gordana und Ralf Kistowski

Das Jahr 2016 beginnt die EGE mit einem kleinen Jubiläum: Seit genau zehn Jahren präsentiert sich die EGE mit einer eigenen Website. Pro Woche gehen bis zu drei Nachrichten online. Im Durchschnitt besuchen monatlich 15.000 Besucher mit mehr als 300.000 Anfragen die Website - Tendenz steigend. Während der Brutzeit der Webcam-Uhus in der Eifel besuchen täglich bisweilen annähernd tausend Personen die EGE-Website. Es sind Besucher aus allen Staaten der Erde, natürlich vor allem Besucher aus dem deutschsprachigen Raum.

Bei der EGE-Website finden Sie Informationen, die Sie andernorts nicht finden. Weniger Erfolgsmeldungen, sondern Kritisches, Politisches, Hintergründiges und bisweilen Abgründiges, Informationen über Machenschaften, Seilschaften und hoffentlich auch Ermutigung, für die Sache des Naturschutzes tätig zu sein.

Übrigens lohnt es sich, in den Nachrichten aus zehn Jahren immer wieder einmal nachzusehen. Das Nachrichtenarchiv ist ein Beleg für die beharrlichen Bemühungen der EGE, ein Stück EGE-Geschichte und eine wahre Fundgrube für alle, denen der Schutz der nächtlichen Jäger am Herzen liegt.

Hinter der EGE und ihrer Website steht das ehrenamtliche Engagement einer kleinen Gruppe von Personen. Während andere Organisationen schon für ihr Erscheinungsbild im Netz viel Geld ausgeben, kommt die EGE hierfür gerade einmal mit einem Taschengeld aus. Spenden sollen dem Inhalt zu Gute kommen, nicht der Verpackung oder der Selbstdarstellung. Geworben wird auf der Website nur für eines: den Schutz der Eulen und die Natur.

Ein besonderer Dank gilt dem Webmaster der EGE, Onno K. Gent, und den Fotografen, die die Website honorarfrei mit Fotos unterstützen - allen voran Gordana und Ralf Kistowski und Rosl Rößner. Dank gilt allen Besuchern der Website für Kritik, Lob, Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Mögen der EGE weitere zehn Jahre im weltweiten Netz beschieden sein.


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