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Nachrichten

Uhubrutsaison 2016 - September 2016

Uhubrut im Stahlsilo © Stefan Brücher

Nach dem Ausnahmejahr 2015 mit in der Eifel 145 erfolgreichen Uhubruten hat die EGE die Brutsaison 2016 mit Spannung erwartet. Ein so gutes Ergebnis würde sich wohl nicht wiederholen. Und so kam es auch: Erfolgreich waren in der Eifel heuer nur 90 Bruten. Die EGE registrierte so viele Brutaufgaben wie noch nie, nämlich 34. Bemerkenswert ist auch, dass immerhin 204 Reviere von Uhus besiedelt waren.

Viele Uhuweibchen wurden schon wären des Brütens so schlecht vom Männchen mit Nahrung versorgt, dass sie die Brut abbrachen. Ähnliches hatte die EGE 2013 beobachtet. Neu war 2016 aber, dass es zur Aufgabe auch dort kam, wo bereits Jungvögel geschlüpft waren (nämlich in neun der 34 Fälle). Überhaupt: viele Junguhus verhungerten aufgrund der schlechten Nahrungssituation. Und dies nicht nur während der ersten zehn Lebenstage, die üblicherweise besonders kritisch sind, sondern auch noch bis zum Flüggewerden. Aus den 90 erfolgreichen Bruten gingen deshalb nur 173 Jungvögel hervor (zum Vergleich 2015: 361). Das sind 1,92 Jungvögel je erfolgreiche Brut. Im letzten Jahr lag der Wert bei 2,49.

26 Paare hatten ein Junges, 45 Paare zwei, 19 Paare drei Junge. Bruten mit vier Jungvögel gab es dieses Jahr keine (letztes Jahr waren es 17 Paare). Beringt wurden von Stefan Brücher 163 der 173 Jungvögel. Es steht zu befürchten, dass auch später noch junge Uhus verhungert sind.

Grund für die Brutaufgaben war gewiss nicht in allen 34 Fällen Nahrungsmangel: In einem Fall kamen die Jungvögel beim Abbau der Steilwand, in der sich das Nest befand, ums Leben. In zwei Fällen haben sich Ornithologen zu früh an die Nester gewagt. In einem Fall wurde das Uhumännchen während der Bebrütungszeit überfahren. In einem anderen Fall kam das Uhuweibchen bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Weibchen zu Tode.

In der Brutsaison 2016 kamen viele für Uhus negative Effekte zusammen: In einem "normalen" Frühjahr steigen die Temperaturen stetig an, und das Leben kommt gewissermaßen in Schwung. Es explodiert geradezu, so dass für Uhus ausreichend Nahrungstiere zur Verfügung stehen, wenn Junge zu versorgen sind. Im Frühjahr 2016 gab es jedoch immer wieder Kälteeinbrüche. Es war ein Auf und Ab. Vögel begannen mit der Brut, brachen sie ab, um es später nochmal zu versuchen. Später gab es viele Niederschläge in der Eifel. Mancherorts ertranken die Mäuse, das Gras auf den Wiesen wuchs rasch, konnte aber wegen der Nässe nicht gemäht werden und bot den Nahrungstieren der Uhus gute Verstecke, was den Uhus das Jagen erschwerte. Zudem regnete es während vieler Nächte, so dass die Uhus die Beutetiere wegen des prasselnden Regens schlecht akustisch orten konnten. Auch ist das Eulengefieder nicht so recht für das Fliegen bei Regen gemacht.

In den vergangenen 20 Jahren verschlechterte sich die Nahrungsverfügbarkeit bei steigenden Uhubeständen: Nachteilig dürfte sich auswirken, dass es in der Eifel kaum mehr Igel gibt. Igel sind eine für Uhus ergiebige, wenngleich wegen des Stachelkleides schwierige Nahrung. Die Igelbestände haben nach den strengen Wintern 2010-2012 stark abgenommen und sich bisher nicht erholen können. Vielleicht ist dies auch eine Folge der vielen Verkehrsopfer oder des Biozideinsatzes in der Landwirtschaft. Die Kaninchenbestände sind dramatisch gesunken, und auch sie holen nur langsam auf. Die wenigen Kaninchen, die es noch gibt, sind auf der Hut. Ringeltauben und Krähen dürften sich inzwischen das Übernachten auf Stromleitungen abgewöhnt haben; zu groß ist die Gefahr, dass Uhus sie des nachts buchstäblich von der Leitung pflücken. Die Verknappung der Nahrung ist aber vor allem eine Folge der Landwirtschaft. Das Leben wird rar auf dem Feld. Es hat sich mit dem massiven Einsatz von Bioziden und dem Vervielfachen der mit Mais bestellten Fläche buchstäblich vom Acker gemacht. Im dichten Maisfeld, in dem Uhus ohnehin nicht jagen können, lebt außer Wildschweinen nichts. Uhus müssen um die verbliebene Nahrung konkurrieren; in schwierigen Jahren sind nur die fittesten erfolgreich.

Wie gewöhnlich brüteten auch 2016 die meisten Uhus in Steinbrüchen, Felsen und Kiesgruben. Zu je einer Brut kam es in einer Burgruine und in einem Kunstnest in einem Baum. Zwei Bruten fanden auf Vorsprüngen von Stahlsilos in Kiesgruben statt. Das Foto oben zeigt einen der beiden Brutplätze und das brütende Weibchen.

Junger Uhu © Gordana und Ralf Kistowski

Deutsche Bahn in die Schranken weisen - September 2016

Baumfällungen an Bahnstrecke © EGE-Archiv

Müssen wir uns mit Bildern wie diesem an Bahnstrecken abfinden? Die Deutsche Bahn (DB) will künftig an vielen, zunächst an mindestens 111 ihrer Strecken Bäume beseitigen. Zwar tat sie dies schon immer, allerdings zumeist erst, wenn es konkrete Anhaltspunkte für Sicherheitsrisiken durch Bäume an Bahnstrecken gab. Jetzt aber sollen präventiv alle Bäume gefällt werden, die bei Sturm theoretisch jemals auf Gleise fallen könnten. Die Bahn begründet diesen fern der Öffentlichkeit verfolgten Plan ganz zeitgeistgemäß mit dem Klimawandel, konkret: der Zunahme von Starkwindereignissen. Tatsächlich dürften Kostenargumente der Grund für die Absichten der Bahn sein.

Die EGE kritisiert die Pläne der DB. Zwar sei die bestimmungsgemäße Nutzung öffentlicher Verkehrswege zu gewährleisten, dies begründe aber weder einen naturschutzrechtsfreien Raum noch so weitreichende "präventive" Maßnahmen, wie sie die Bahn durchzuführen beabsichtigt. Ein präventives Fällen von Bäumen unabhängig von ihrer tatsächlichen Standfestigkeit sei unverhältnismäßig. Vielmehr könne die regelmäßige Inaugenscheinnahme von Bäumen an Verkehrswegen sicherstellen, dass es zu keinen sicherheitsrelevanten Baumstürzen kommt. Werden dabei Bäume identifiziert, von denen ein Risiko ausgeht, erfordert dies ggf. entsprechende Sicherungsmaßnahmen und u. U. das Fällen der betreffenden Bäume unter Anwendung der Vorschriften des besonderen Gebiets- und Artenschutzes sowie der Eingriffsregelung.

Eine prognostizierte oder erwartete Zunahme extremer Witterungsereignisse, auf welche sich die Bahn beruft, sei überdies keine belastbare Begründung, auf bestimmten Streckenabschnitten präventiv Bäume zu entfernen, so die EGE. Extreme Witterungsereignisse könnten - wie schon in der Vergangenheit - überall auftreten, so dass aus der Lokalisierung solcher Ereignisse in den Vorjahren nicht ohne weiteres auf eine Wiederholung an denselben oder ein Auftreten an anderen Strecken geschlossen werden könne. Anderenfalls müssten für die Unterhaltung auch an Straßen in einem bisher ungekannten Maße Bäume gefällt werden. Im Übrigen sei der Zusammenhang zwischen Klimawandel und steigenden Schäden durch Unwetter nicht gesichert. Für die Entwicklung der Häufigkeit und Intensität von Stürmen ließe sich derzeit in Deutschland - wie auch das Umweltbundesamt festgestellt hat - kein klarer Trend erkennen.

Ob die Naturschutzbehörden die Pläne der Deutschen Bahn in die Schranken weisen, bleibt abzuwarten. Der Vorgang zeigt, was in Deutschland mit Berufung auf den Klimawandel angerichtet wird. Den für Naturschutz zuständigen Umweltministerien dürfte es schwer fallen, die Begründung der Bahn in Zweifel zu ziehen. Schließlich sind vor allem sie es, die fast überall den Klimawandel am Werk sehen und Unternehmen wie der Bahn den Vorwand liefern.

Uhus im Bistum Trier - September 2016

Zwei Uhus im Geäst © Gordana und Ralf Kistowski

"Uhuland Eifel. Schöpfung bewahren", darüber berichtet die aktuelle Ausgabe 2/2016 der Familienzeitschrift "Pänz" des Dekanates Ahr-Eifel des Bistums Trier. Verbunden ist der Bericht mit einem Malwettbewerb für Kinder. Zu gewinnen gibt es dreimal das Kinder- und Familienbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" und fünf Mousepads der EGE. Einsendeschluss ist der 01.10.2016. Einsendungen richten Sie bitte an: Dekanat Ahr-Eifel, Weststraße 4, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Der Beitrag zeigt: Naturschutz ist ein Thema für die ganze Familie und nicht zuletzt das Anliegen der Kirche. In der Eifel leben mehr als einhundert Uhupaare. Der größte Teil der Eifel gehört zum Bistum Trier. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 636 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Kommunalwahl in Niedersachsen - September 2016

Weißstorch © Gordana und Ralf Kistowski

Im September 2016 sind in Niedersachsen Kommunalwahlen. Ein Ortsverband der CDU wirbt dort mit einer ganz besonderen Situationsbeschreibung um Wählerstimmen - nämlich mit dieser:

"Die Angst vor Rechtsradikalismus, zunehmende Wohnungseinbrüchen, organisierten Banden mit uns teilweise fremdem Aggressionspotential, Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen durch zunehmende Klimaveränderung bis hin zur Rückkehr von Wölfen in unmittelbarer Umgebung, überdüngte Böden durch Kraniche am Dümmer, den Flugverkehr störende Störche an Flughäfen..." Die CDU verspricht Abhilfe.

Wie krank ist dieser Ortsverband? Wie krank ist diese Gesellschaft, dass mit einer solchen Verknüpfung offenbar Menschen gewonnen werden können? Wir wissen es nicht und sind einigermaßen ratlos.

Bündnis90/Die Grünen plakatieren stattdessen "Naturschutz: Ja.", was beinahe nostalgisch anmutet und Respekt verdienen könnte, aber mit dem Zusatz "Klima!" hinterm "Ja" nichts anderes ist als die naive, wenn nicht dreiste Vereinnahmung des Naturschutzes für den Ausbau regenerativer Energien auf Kosten des Naturschutzes.

Das große Sterben - September 2016

Sechsfleck-Widderchen © Gordana und Ralf Kistowski

Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Nationalpark" ist da. Der Schwerpunkt der Ausgabe 3/2016 ist das Sterben der Arten. Die Titelgeschichte "Viele Arten stehen unter Naturschutz. Wirklich? Wie viele? Wie wirksam ist ihr Schutz?" schrieb EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 300 KB), wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

In diesem Heft finden Sie auch einen Kommentar der EGE (pdf-Datei, ca. 64 KB) zum 30. Geburtstag des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Es ist ein Kommentar, der sich der Feierlaune der offiziellen staatlichen Stellen und der Tourismuswirtschaft in diesem Nationalpark nicht so recht anschließen mag.

Die Zeitschrift "Nationalpark" berichtet seit 1974 viermal jährlich über die Entwicklung deutscher Nationalparke, großer Schutzgebiete und aus dem Naturschutz. Die Zeitschrift versteht sich als Anwältin von Natur und Wildnis. Zur Förderung der Nationalparke in Deutschland, ihrer Akzeptanz und Achtung hat sie viel beigetragen. Bis heute begleitet sie die Entwicklung der großen Schutzgebiete in Deutschland kritisch, kompetent und konstruktiv.

Herausgeber der Zeitschrift ist der "Verein der Nationalpark-Freunde e.V." Die Zeitschrift erscheint im Oekom Verlag. Die EGE empfiehlt diese Zeitschrift mit den Worten, die Horst Stern für sie gefunden hat: "Besser kann man Papier aus dem Holz der Bäume nicht nutzen". Vielleicht haben Sie Interesse an einem Probeabo der Zeitschrift "Nationalpark". Informationen für ein Probeabo finden Sie hier: Probeabo "Nationalpark".

EGE-Kinderbuch im Journal "Der Falke" rezensiert - August 2016

In der Ausgabe 9/2016 ist das Kinderbuch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" besprochen. Der Rezensent Thomas Brandt schreibt:

"Eulen begeistern selbst Mitmenschen, die nicht unbedingt als vogelaffin gelten, und manch einer hat den Einstieg in die Ornithologie oder in den Naturschutz über diese Vogelgruppe gefunden. Um Begeisterung für Eulen bei der jungen Generation der 6- bis 12-Jährigen zu schaffen, hat die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. ein Kinderbuch veröffentlicht. Die spannenden und realitätsnahen Texte der insgesamt sechs Geschichten schrieb der bekannte Eulenkenner und Naturschützer Wilhelm Breuer, die vierzig hübschen, liebevoll angefertigten Aquarellzeichnungen zu den Geschichten stammen von Bärbel Pott-Dörfer. Am Ende des Buches befindet sich ein Sachteil mit Steckbriefen zu den dreizehn in Europa heimischen Eulenarten, illustriert von Michael Papenberg. Ein kleines, gut gemachtes und sehr schönes Poster im DIN-A3-Format zeigt alle Eulenarten, teilweise in mehrfachen Abbildungen, und liegt dem Buch bei. Das Buch ist der Erinnerung an Wilhelm Bergerhausen gewidmet, mit dessen viel zu frühem Tod vor zehn Jahren wir alle einen äußerst engagierten Eulenschützer und viele von uns einen guten Freund verloren haben. Das Buch ist ein tolles Geschenk für Kinder und über die EGE sehr preiswert zu beziehen."

Skandalöse Rabatte für Windenergiebetreiber - August 2016

Windenergieanlagen © EGE

Windenergieanlagen sind technische Bauwerke, die nicht nur in einem beträchtlichen Umfang Flächen beanspruchen, sondern es gehen von diesen Bauwerken wegen ihrer Größe, Gestalt, Rotorbewegung und -reflexe auch großräumige Wirkungen aus, die das Erscheinungsbild einer Landschaft verändern und ihr bei großer Anzahl und Verdichtung den Charakter einer Industrielandschaft geben können. Die bauhöhenbedingte Dominanz wird aufgrund der Bevorzugung von Offenlandschaften und exponierten Standorten noch verstärkt.

Dieser schweren Landschaftsbildfolgen wegen, scheitert die Wiederherstellung und auch eine landschaftsgerechte Neugestaltung des Landschaftsbildes. Die Folgen für das Landschaftsbild sind schlichtweg irreparabel, wie auch die Rechtsprechung herausgestellt hat. Unter diesen Umständen ist der Verursacher des Eingriffs zu einer Naturschutzabgabe verpflichtet. Die Höhe dieser Zahlung richtet sich nach Schwere und Dauer des Eingriffs unter Berücksichtigung der dem Verursacher daraus erwachsenden Vorteile. Mit den Zahlungen sind Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu finanzieren. Einzelheiten werden von den Bundesländern geregelt. Fällig wird diese Abgabe keineswegs nur bei Windenergieanlagen. Zur Kompensation von Eingriffsfolgen ist vielmehr seit 40 Jahren jeder Verursacher von Eingriffen verpflichtet.

In nicht wenigen Bundesländern führen die dort von den Umweltministerien für Windenergieanlagen eingeführten Berechnungsverfahren zu Ersatzzahlungen in geradezu lächerlich geringer Höhe. Die Zahlungen stehen dort in einem eklatanten Missverhältnis zur Schwere der Eingriffsfolgen und zu den finanziellen Vorteilen, die den Betreibern von Windenergieanlagen aus dem Anlagenbetrieb erwachsen. Während etwa bei vielen Straßenbauvorhaben wie selbstverständlich fünf und mehr Prozent der Investitionskosten für schadensausgleichende Maßnahmen ausgegeben werden, liegen die Aufwendungen bei Windparks oftmals im Promillebereich. Ein unhaltbarer Zustand. In Bundesländern mit höheren Ersatzzahlungen drängt die Windenergiewirtschaft auf eine Absenkung und verlangt eine Änderung der Berechnungsverfahren.

Damit nicht genug. Report aus Mainz deckte soeben auf, dass die eigentlich fälligen Beträge in Rheinland-Pfalz um 90 Prozent reduziert wurden und auf diese Weise die Betreiber in den letzten Jahren geschätzte 54 Mio. Euro gespart haben, die für Maßnahmen des Naturschutzes hätten aufgewandt werden müssen. In Bayern gibt es ähnliche Vergünstigungen mit millionenschweren Verlusten für den Naturschutz.

Die Windenergiewirtschaft verursacht also nicht nur enorme Schäden an Natur und Landschaft; die der Branche verbundenen staatlichen Stellen verzichten auf den gesetzlich geschuldeten Schadensausgleich. So hat der Naturschutz in gleich doppelter Hinsicht das Nachsehen. Ein übles Lehrstück für Klientelpolitik. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag ansehen möchten.

Eulen in der Scheune - August 2016

EGE-Mitarbeiter und Schleiereulen © Sonia Weinberger

Die Steinkauz- und Uhubrutsaison 2016 ist zu Ende. Die EGE-Mitarbeiter haben alle oder jedenfalls fast alle in diesem Jahr in der Eifel aufgewachsenen Uhus und die jungen Steinkäuze in einem großen Teil der Kölner Bucht zu wissenschaftlichen Zwecken gekennzeichnet. Übrigens mehr als 700 Eulen! Darüber berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich.

Schleiereulen indessen haben auch jetzt noch Saison. Bei der gerade durchgeführten Kontrolle von Nistkästen zeigte sich zwar schon wie in den Vorjahren, wie rar Schleiereulen sind. Aber immerhin: in zwei Nistkästen traf das Beringerteam auf Jungvögel und in einem Kasten auf einen Altvogel. Alle zehn Eulen machten einen munteren Eindruck und wurden mit Ringen der Vogelwarte Helgoland beringt. Das Bild oben zeigt (von l. nach r.) Peter Josef Müller, Stefan Brücher und Gabi Gronewald; das Bild unten Stefan Brücher. Die Hauptdarsteller auf beiden Fotos aber sind Schleiereulen.

Stefan Brücher und Schleiereule © Sonia Weinberger

Naturschutz mit dem Herzen - August 2016

Mauersegler in der Luft © Gordana und Ralf Kistowski

Klar, bei der EGE dreht sich alles um Eulen. Wer sich für den Schutz der geheimnisvollen Nachtvögel einsetzt, hat aber zumeist eine Schwäche für die Natur im Ganzen und auch für andere Vogelarten.

Peter Josef Müller und Rita Edelburg-Müller von der EGE beispielsweise haben in diesem unbeständigen Sommer nicht nur eine stattliche Anzahl verwaister Mehl- und Rauchschwalben bei sich aufgenommen und bis zum Flüggewerden gefüttert, sondern in dieser munteren Vogelschar fand auch ein Hausrotschwänzchen Platz. Die Müllers haben es als spärlich befiederten Nestling auf der Straße aufgelesen. Inzwischen ist es auf eigenen Flügeln unterwegs. An die Schale mit Insektennahrung, die die Müllers unterm Dach bereithalten, erinnert es sich immer noch. Sind die Insekten draußen knapp, schlüpft es durch einen Spalt ins Innere des Hauses an den gedeckten Tisch.

EGE-Mitarbeiter Albrecht Jacobs in Stadtoldendorf im Solling hat die Fassaden seines Wohnhauses und der Anbauten aufgerüstet - mit Nistkästen für Mauersegler. Darin brüteten in diesem Sommer 42 Paare der rasend schnellen Flieger. Weitere 30 Paare brüteten in der nächsten Nachbarschaft; auch diese Mauersegler in von Albrecht Jacobs gezimmerten Kästen.

Gewiss, vor dem Hintergrund der dramatischen Verluste biologischer Vielfalt betrachtet, sind solche Aktionen nicht einmal der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, aber nicht weniger wichtig. Naturschutz ist nämlich nicht nur eine Frage der Vernunft, sondern auch des Herzens, um nicht zu sagen: der Liebe. In einer vom Hass erfüllten Welt ist die Liebe zur Natur nicht das Schlechteste.

Die Mauersegler haben Deutschland bereits verlassen. Sie sind auf dem Weg ins Winterquartier zwischen Äquatorial- und Südafrika. Ihr Weg führt sie über und in die Krisengebiete dieser Welt. Die Schwalben folgen Mitte September. Übrigens: So rasant Mauersegler und Schwalben auch im Luftraum unterwegs sind: sie kollidieren mit Windenergieanalgen. Wenn Bruten dieser Vögel plötzlich nicht mehr versorgt werden, wird man als Ursache auch an Windenergieanlagen denken müssen.

Das Buch für die Schultüte - August 2016

Junge Waldohreule © Gordana und Ralf Kistowski

Die Schulferien enden bald. Das neue Schuljahr beginnt. Für die Schultüte der Erstklässler empfiehlt die EGE das Kinderbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz". Richten Sie Ihre Bestellung bitte an die EGE. Ihre Spende fürs Buch von 12,50 Euro ist dreifach gut investiert: erstens in die Bildung, zweitens für den emotionalen Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Natur, Naturerlebnis und Naturschutz, drittens in die Bemühungen der EGE.

ARD-Magazin liefert verstörende Fakten - August 2016

Report aus Mainz hat am 01.08.2016 in der ARD einen kritischen Blick auf die Windenergiewirtschaft gerichtet. Wer verdient an dieser Industrie? Geht es beim Ausbau dieser Branche rechtstaatlich zu? Wie edel sind ihre Motive? Welche Rolle spielt darin der BUND? Gibt es Verknüpfungen zwischen BUND und Bundesverband Windenergie? Wie brutal ist die Lobbyarbeit für noch mehr Windenergieanlagen? Die Ergebnisse der Spurensuche des Magazins verblüffen Insider nicht, dürften aber für viele Zuschauer verstörend sein. Nach der Ausstrahlung dürfte in einigen Geschäftsstellen und Firmenzentralen Nervosität aufgekommen sein. Wir wissen nicht, wie lange der Beitrag bei der ARD noch verfügbar ist. Die Branche streicht satte Gewinne ein und kann sich jeden Rechtsstreit leisten. Hier der Link zur Sendung, falls er nicht bereits gesperrt ist.

Realitätsverlust - Juli 2016

In Naturschutzbehörden arbeiten Menschen mit großer Kenntnis von der Sache und mit außergewöhnlichem Engagement für die Sache. Sie tun dies vermutlich motivierter, frustrationstoleranter und mit weniger Fehlzeiten als Mitarbeiter in anderen Behörden und überdies mit weniger Aufstiegschancen, mehr Stress, weniger gut bezahlt und ohne Hang zu Brückentagen. Für viele Menschen in Naturschutzberufen ist der Beruf Berufung. Wie sehr diese Haltung ausgeprägt ist, ist nicht zuletzt eine Frage der Ausbildung an Hochschulen und Universitäten. Allerdings fragt man sich bisweilen, was dort gelehrt und gelernt wird. So etwa, wenn man aus Naturschutzbehörden vom Verlauf aktueller Bewerbungsgespräche erfährt, in denen die Bewerber nach den ihrer Ansicht nach größten Bedrohungen von Natur und Landschaft in Deutschland gefragt nur oder vor allem eine Antwort geben: der Klimawandel. Ein verstörendes Ergebnis. Die Realitätsferne der Berufseinsteiger dürfte für den Naturschutz der Zukunft mindestens so beunruhigend sein wie der Klimawandel.

Zündeln am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer - Juli 2016

Sumpfohreule im Flug © Gordana und Ralf Kistowski

Fast könnte man denken, das auf der Insel Langeoog für den 24.Juli 2016 geplante Höhenfeuerwerk der Kategorie 4 wenige Meter von der Grenze des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer entfernt, sei ein Geschenk für diesen Nationalpark, der heuer 30 Jahre alt wird. Dass Ende Juli im Wattenmeer noch Vögel brüten, vor allem aber Vögel in großer Zahl dort rasten und auf Ruhe angewiesen sind, scheint die Verantwortlichen der Inselgemeinde nicht zu stören - allen naturschutzrechtlichen Bedenken zum Trotz. Das Großfeuerwerk erreicht Höhen von hundert Meter und mehr und wirkt kilometerweit ins Schutzgebiet hinein. Was dies für Vögel bedeutet, lässt sich auch ohne ornithologisches Spezialwissen ermessen. Die Naturschutzbehörde des hier zuständigen Landkreises Wittmund hält das Feuerwerk für ein "falsches Signal für Region und Insel, die mit ihrer Lage im Weltnaturerbe wirbt".

Langeoog ist passenderweise von der Nationalparkverwaltung als "Nationalparkpartner" ausgezeichnet worden. Der Bürgermeister der Inselgemeinde Langeoog hält bei der Feier "30 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer" im August 2016 den Festvortrag "Vom Feind zum Freund - Rückblick auf die Nationalparkgeschichte aus der Sicht von 'vor Ort'"

Vom Hassobjekt zu Everybody´s Darling mutierte der Nationalpark nicht der klugen Vermittlung oder Einsicht in naturschutzpolitische Erfordernisse oder eines tiefgreifenden Bewusstseinswandels wegen. Jedenfalls nicht nur und wohl am allerwenigstens deswegen. Die Akzeptanz ist erkauft mit einer Vielzahl von Zugeständnissen zugunsten harter Wirtschafts- und alles andere als sanfter Spaßinteressen zulasten des "einmaligen Naturraumes".

Ersatzzahlung für Windenergieanlagen im Bebauungsplan? - Juli 2016

Windpark © Wattenrat Ostfriesland

Die Fachagentur Windenergie an Land hat gerade ein 20seitiges "Hintergrundpapier" (pdf-Datei, ca. 312 KB) zur "Kompensation von Eingriffen in das Landschaftsbild durch Windenergieanlagen im Genehmigungsverfahren und in der Bauleitplanung" veröffentlicht. Darin geht es u. a. um die Frage, ob für Windenergieanlagen, die in einem Bebauungsplan festgesetzt werden, eine Ersatzzahlung für Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes festgelegt werden kann. Die Fachagentur sieht hierfür durchaus eine Perspektive und macht Vorschläge, wie verbleibende rechtliche Risiken vermindert werden können.

Diese Haltung ist insofern bemerkenswert, weil ein Teil der Windenergiewirtschaft gerade dies bezweifelt und eine ganz andere Strategie verfolgt. Dort wird die Möglichkeit der Festlegung einer Ersatzzahlung auf Bebauungsplanebene nämlich bestritten. Die Eingriffsfolgen seien so schwerwiegend, dass eine landschaftsgerechte Neugestaltung des Landschaftsbildes regelmäßig nicht möglich sei (was unbestritten ist), folglich nur die Ersatzzahlung bliebe, diese aber nach dem Baugesetzbuch auf Bebauungsplanebene nicht in Frage käme und folglich zum Schadensausgleich gar nichts zu unternehmen sei. Deshalb drängen Investoren der Branche die Gemeinden, für Windenergieanlagen Bebauungspläne aufzustellen.

Die EGE hat sich seit März 2015 beim Bundesministerium für Umwelt und Bauen um eine Klärung bemüht, wie die Sache rechtlich zu bewerten ist. Trotz mehrfacher Erinnerungen antwortet das Ministerium nicht. Umso interessanter ist das Hintergrundpapier der Fachagentur Windenergie an Land. Das Bundesministerium hat die Erarbeitung dieses Papiers finanziert, wie überhaupt Bundes- und Länderministerien Mitglieder dieser Fachagentur sind. Die Fachagentur ist Teil der Branchenlobby. Immerhin: Das jetzt vorgelegte "Hintergrundpapier" hebt sich in dieser einen Frage positiv von Hardlinern der Branche ab.

Auch deswegen mag man über eine Reihe Detailfehler in diesem Papier leichter hinwegsehen: In Niedersachsen regelt entgegen der Aussage auf S. 6 gerade nicht ein ministerieller Erlass die Berechnung des Ersatzgeldes, sondern nach wie vor eine (von der Branche abgelehnte) Arbeitshilfe des Niedersächsischen Landkreistages. Anders als auf S. 6 dargestellt (und von der Branche vermutlich gewünscht), zieht die Praxis in Ersatzgeldfragen nicht regelmäßig den Entwurf der Bundeskompensationsverordnung heran (dieser führt zu einer besonders niedrigen Ersatzzahlung). Und natürlich geht die Ersatzzahlung nicht an die Gemeinde, sondern an die Naturschutzbehörde. Falsch ist auch, wenn auf S. 13 die Definition naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen an den Eingriffsort geknüpft wird.

Neues vom Uhu in Rheinland-Pfalz - Juli 2016

Seit ihrer Gründung im Jahr 1977 arbeitet die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e. V. (GNOR) an einer Publikation über die Vogelwelt des Landes. Nach den bereits veröffentlichten Bänden 1 und 2 ist nun auch der dritte der als vier Bände angelegten Avifauna erschienen. Mit 896 Seiten ist dies der bisher umfangreichste und für viele Leser möglicherweise interessanteste Band, enthält er doch die Kapitel über die Greifvögel bis Spechtvögel, also auch die Eulen. Band 3 schließt die Gruppe der Nicht-Singvögel ab.

94 der 896 Seiten gelten den zehn in Rheinland-Pfalz nachgewiesenen Eulenarten sowie der Schneeeule; auf den Uhu entfallen allein 28 Seiten. Das Kapital über den Uhu stammt von Dr. Christian Dietzen und den beiden EGE-Mitarbeitern Stefan Brücher und Dr. Lutz Dalbeck. Es enthält u. a. eine Darstellung der ehemaligen Brutverbreitung der Art bis 1973 sowie Angaben zu Zahl und Herkunft der im Rahmen der Wiederansiedlung freigesetzten Uhus. In das Kapitel sind die Daten eingeflossen, die die EGE bis heute über den Uhu in Rheinland-Pfalz gewonnen hat. Damit ist erstmals ein großer Teil der Daten des 40jährigen Uhu-Monitorings der EGE wissenschaftlich ausgewertet und veröffentlicht. Ebenfalls Eingang in das Kapitel fanden die per Webcam protokollierten Beuteeinträge und Beobachtungen des Fütterungsverhaltens an einem Uhubrutplatz in der Ahreifel.

Das Kapitel präsentiert das aktuell verfügbare Wissen über den Uhu in Rheinland-Pfalz, wo die Art nach dem dramatischen Rückgang nach 1850 und dem Erlöschen in der frühen 1970er Jahren heute wieder mit 290 bis 400 Brutpaaren vertreten ist. So positiv die Bestandentwicklung bisher verlaufen ist, die Autoren weisen zu Recht auf zahlreiche Gefährdungsursachen hin: Mittelspannungsmasten, Straßenverkehr, Hubschraubereinsätze im Weinbau, Klettersport, Geocaching und Windenergieanlagen beispielsweise - Gefährdungsursachen, die die EGE immer wieder thematisiert und einzugrenzen bemüht ist.

Die bisher erschienenen drei Bände finden in der Fachwelt ein uneingeschränkt positives Echo. Und natürlich ist das Werk nicht nur der Darstellungen zu Eulen und Uhu wegen beachtlich. Mit Band 4, der noch in diesem Jahr erscheinen soll, werden alle verfügbaren Daten zu den ca. 370 in Rheinland-Pfalz nachgewiesenen Vogelarten mit Informationen zu Verbreitung, Lebensraum, Häufigkeit, Bestandsentwicklungen, jahreszeitlichem Auftreten und Biologie übersichtlich und mit farbigen Karten, Grafiken und Diagrammen präsentiert sein. In das ca. 3.000 Seiten und ca. 1.200 Fotos umfassende Werk eingeflossen sind neben einer halben Million Zufallsbeobachtungen die systematisch erhobenen Daten verschiedener Monitoringprojekte schwerpunktmäßig für den Zeitraum 1950 bis 2010. Die Auswertung von über 4.000 Literaturquellen inklusive historischer Arbeiten ab dem 19. Jahrhundert vervollständigt das Bild.

Ob das gewichtige Werk seinen Zweck erreicht, zum Schutz der Vögel und ihrer Lebensräume beizutragen, liegt in der Hand von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit und nicht zuletzt der Naturschutzvereinigungen, denen die Ornithologen des Landes dafür die notwendigen avifaunistischen Informationen bereitgestellt haben.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie sich über das Werk informieren möchten.

Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 11,1 MB), wenn Sie das Artkapitel Uhu lesen möchten.

Grüne Gewissheiten - Juli 2016

Junge Waldohreule © Gordana und Ralf Kistowski

Der Sommer ist heuer - eigentlich wie immer - nämlich nicht so wie im Bilderbuch. Zu wenig Sonne. Zu viel Regen. Schaut man sich Datenreihen seit Beginn der Wetteraufzeichnung an, ist es ein ganz normaler Sommer. Die letzten Unwetter und Überschwemmungen schlagen statistisch nicht über die Stränge. Gleichwohl wird niemand den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf das Klima (zumal der in historischer Zeit begonnenen und anhaltenden dramatischen Entwaldung vieler Gegenden der Erde) bestreiten. Die in Deutschland örtlichen Überschwemmungen mit katastrophalen Folgen sind allerdings nicht selten auch ein Resultat fehlgeplanter Neubaugebiete im Überschwemmungsraum der Fließgewässer sowie eine Landnutzung in ihren Oberläufen, die Niederschlagswasser nicht aufhält, sondern ungebremst und in kürzester Zeit in den nächsten Vorfluter jagt.

Gefühlt liegen die Dinge jedoch vollkommen anders. Jedenfalls für die Osnabrücker Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen. "Immer wieder Blitze, Donner und Starkregen. So manches Mal drohte `Land unter` auf der Terrasse direkt vor dem Büro der Grünen-Kreistagsfraktion", schreibt deren Geschäftsführerin. "Seit vielen Jahren bin ich hier tätig, aber an solche Starkregen kann ich mich nicht erinnern. Es macht mir Angst." Natürlich ohne jeden meteorologischen Beleg.

Mit der gleichen unfehlbaren Logik, mit der Jahrhunderte zuvor weiblicher Schadenszauber für Unwetter verantwortlich gemacht wurde, schlussfolgert die Dame: "Wir haben ihn, den Klimawandel." Das ist die Steilvorlage für den "umwelt- und klimaschutzpolitischen Sprecher" der Fraktion und für eine weitere grüne Gewissheit: "In bin mir absolut sicher, dass der Klimawandel ein Vielfaches an Rotmilanen, Uhus und Fledermäusen tötet als alle Windkraftanlagen zusammen." So steht es im Newsletter dieser Fraktion.

Diese verstörende argumentative Schlichtheit könnte man für belanglos halten, würde sie nicht von einem großen Teil der Deutschen in allen politischen Parteien geteilt. Es sind solche unfehlbaren "grünen" Überzeugungen, derentwegen immer mehr Landschaften unter die Räder kommen und die Deutschen in diesem Jahr etwa 23 Milliarden Euro für die Subventionierung erneuerbarer Energien aufbringen und dabei - ganz gegen ihr gefühltes Dafürhalten - nichts bis wenig für die Umwelt erreichen. "Der Hauruck-Ausbau der Windkraft nutzt Landbesitzern und Ökostromerzeugern, aber nicht einmal der Energiewende", titelte kürzlich das Magazin "Der Spiegel". Und das beispiellose Sterben der Arten vollzieht sich aufgrund viel banalerer Ursachen. Tatsächlich sind die wenigsten Arten in Deutschland oder in anderen Teilen der Erde wegen eines akuten Klimawandels in Gefahr.

Die Tage, an denen sich die Grünen ernsthaft mit dem Naturschutz aufgehalten haben, sollten sie dies jemals getan haben, liegen lange zurück. Für den vorgeblichen Schutz der Atmosphäre ist ihnen kaum ein Teil der Biosphäre zu schade. Die Zerstörung von Natur und Landschaft im Namen der Windenergiewirtschaft ist jedenfalls weder Natur- noch Klimaschutz. Dieser Grad an Differenziertheit überfordert offenbar. Wie zum Beweis plakatieren Bündnis90/Die Grünen zur niedersächsischen Kommunalwahl gerade diesen Slogan: "Naturschutz: Ja, Klima!"

Kommentar zum Abschlussbericht der PROGRESS-Studie - Juli 2016

Windenergieopfer Mäusebussard © Wattenrat Ostfriesland

Der Bericht zum Abschluss der so genannten "PROGRESS-Studie" ist mit Spannung erwartet worden. Fast vier Jahre lang war in 46 Windparks in vier norddeutschen Bundesländern systematisch nach an den Anlagen ums Leben gekommenen Vögeln gesucht worden. Jetzt liegt der Bericht vor. Im März hatten die im Rahmen der Studie festgestellten hohen Verluste von Mäusebussarden bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die EGE hat den Bericht kommentiert. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 124 KB), wenn Sie den Kommentar lesen möchten.

Eulen im Unterricht - Juli 2016

Stefan Brücher und Schüler © Alfons Thelen-Brücher

Eulen sind ein Evolutionsphänomen und mit ihren Supersinnen und einem mythologischen Hintergrund ein Spannung versprechendes Unterrichtsthema - umso mehr, wenn ein Mensch in der Klasse steht, der sich mit den geheimnisvollen Geschöpfen der Nacht auskennt. Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Freien Waldorfschule Erftstadt staunten deshalb nicht schlecht über das, was Stefan Brücher über die Eulen berichtete. Die Klasse erfuhr, was Eulen zu Eulen macht. Zwar fand der Unterricht im Klassenraum und nicht in der Natur statt. Interessant war es trotzdem. So etwa die praktischen Übungen am Spektiv, mit dem die Schüler die Zahlenkombination von Ringen ablesen konnten, die Brücher draußen postiert hatte. Ein solches Ablesen ist Teil der Arbeit eines Vogelkundlers. Auf breites Interesse stieß auch das Kinderbuch der EGE "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz", das in der Schulbibliothek nun vermutlich der Renner ist.

Ein Leben für den Uhu - Juni 2016

Zwei Uhus © Gordana und Ralf Kistowski

In der Sendung "Drehscheibe" vom 22. Juni 2016 hat das ZDF den Einsatz von Stefan Brücher portraitiert, der seit mehr als 30 Jahren unermüdlich seine Freizeit dem Schutz der Uhus widmet. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den siebenminütigen Beitrag (28. bis 35. Minute) anschauen möchten. In diesem Jahr hat Stefan Brücher für die EGE 170 junge Eifeluhus mit Ringen der Vogelwarten Helgoland und Radolfzell versehen.

EEG-Reform verpasst - Juni 2016

Windpark © Wattenrat

Wer in den letzten Wochen auf eine durchgreifende Reform des EEG gehofft hatte, sieht sich getäuscht. Der Ausbau der Windenergie an Land wird sich fast ungebremst fortsetzen. Lediglich in einem gesetzlich definierten "Netz-Engpassgebiet" wird die Zubaumenge begrenzt. Als solches gelten Schleswig-Holstein, Niedersachsen und vielleicht Hessen. Dort wird der Ausbau auf 58% des in den Jahren 2013 bis 2015 durchschnittlichen Zubaus begrenzt. Von einer deutlich begrenzten Absenkung der gesetzlich garantierten Windstromvergütung kann aber nirgends die Rede sein.

Um die moderaten Einbußen für die Betreiber neuer Anlagen zu kompensieren, wird in einigen Bundesländern offenbar über eine Reduzierung der Ersatzzahlung nachgedacht. Die Ersatzzahlung ist eine Naturschutzabgabe, die die Betreiber für die mit ihren Anlagen verbundenen Landschaftsbildschäden (wie andere Verursacher schwerer Landschaftseingriffe) einmalig entrichten müssen. Aus dieser Abgabe werden Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege finanziert. Gut möglich, dass Anlagenbetreiber künftig hierfür noch weniger zahlen müssen. Natur und Landschaft sind dann einmal mehr Opfer der Energiewende.

In jedem Fall wird den Anlagenbetreibern weiterhin auch für den Strom gezahlt, der wegen der Überfüllung der Netze gar nicht abtransportiert werden kann. Das ist Plan-, keine Marktwirtschaft, schon gar keine soziale. Wie sagte Angela Merkel 2004: "Auf die Dauer gibt es so viele Profiteure der Windenergie, dass Sie keine Mehrheiten mehr finden, um das noch einzuschränken." Allerdings sind es so viele Profiteuer nicht, es ist eine ungeheuer einflussreiche Minderheit. Ihr Arm reicht wie Jahrzehnte zuvor der Filz der Atomwirtschaft in Staatskanzleien und Länderministerien, ganz gleich, welche Partei dort das Sagen hat. Den seit Jahren jenseits der Deckungskosten zu Spottpreisen wirtschaftenden Milchbauern würde man ein Quäntchen dieses Einflusses wünschen. Dort soll der Markt es richten.

Die Gewinne der Wenigen zahlt der Stromkunde mit jeder Stromrechnung obendrauf. Über dieses milliardeneuroschwere Opfer ließe sich reden, wäre mit dieser Art Energiewende etwas für das Klima gewonnen. Davon indessen kann keine Rede sein. Natur und Umwelt, welche die Windenergiewirtschaft zu schützen vorgibt, interessieren die Branche keinen Deut. Die Chance für eine Reform des EEG wurde erneut vertan. Den Grund ließ Energieminister Sigmar Gabriel die Öffentlichkeit bereits 2014 wissen: "In diesem Bereich sind unheimlich viele unterwegs, die ihr Eigeninteresse zum Gemeinwohl erklären." Weiter so Deutschland - mit Unterstützung von Umweltverbänden, die von der Windenergiewirtschaft kaum unterscheidbar sind und von einer Lebenslüge nicht lassen wollen.

Wie das Ausland die Energiewende der Deutschen und die jüngste Reform des EEG bewertet, zeigt exemplarisch der Bericht der Neuen Zürcher Zeitung vom 15. Juni 2016. Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den Beitrag lesen möchten.

Sperlings- und Rauhfußkäuze nördlich von Hannover - Juni 2016

Rauhfußkauz © Gordana und Ralf Kistowski

Keine halbe Autostunde nördlich von Hannover entfernt leben in den Fuhrberger Wäldern Rauhfuß- und Sperlingskäuze. Bester Kenner der dortigen Vorkommen dieser beiden waldbewohnenden Arten ist Ludwig Uphues. Der 77jährige Eulenfachmann hat sich vierzig Jahre lang mit beiden Arten befasst und zusammen mit Helfern in diesem Landstrich allein zweitausend Rauhfußkäuze zu wissenschaftlichen Zwecken gekennzeichnet. Vor 12 Jahren brüteten in dem Gebiet zwischen Hannover und Celle 48 Paare Rauhfußkäuze. Uphues hat insbesondere viel über die Biologie des Rauhfußkauzes herausgefunden.

Den Käuzen mangelt es in den Wirtschaftswäldern an Naturhöhlen. Künstliche Nisthilfen, die auch nur vom Rauhfußkauz angenommen werden, stellen bestenfalls eine Notlösung dar. Gerade der Rauhfußkauz ist auf ein großes Höhlenangebot angewiesen. Er wechselt nämlich die Höhlen, bevor sich der Baummarder auf sie einstellt. Die Käuze scheinen sich zu sagen, brüte in keiner Höhle ein zweites Mal. Uphues beklagt eine Forstwirtschaft, die Bäume schlägt, bevor sie vom Schwarzspecht zum Höhlenbau überhaupt in Frage kommen. Rauhfuß- und Sperlingskauz sind Nachmieter in Spechthöhlen.

Was ist von einer solchen Forstwirtschaft zu halten? Keine andere Landnutzung nimmt für sich in Selbstdarstellung und Selbstverständnis in Anspruch, bereits aus sich selbst heraus so sehr dem Naturschutz zu dienen, ja Naturschutz zu sein, wie die Forstwirtschaft. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit gilt auch und gerade im Staats- und Kommunalwald. Dabei sollen bei der Bewirtschaftung von Flächen im öffentlichen Eigentum die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in besonderer Weise berücksichtigt werden. Dies verlangt § 2 Abs. 4 des Bundesnaturschutzgesetzes, das in diesem Jahr 40 Jahre alt wird.

EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer hatte Ehre und Vergnügen, von Ludwig Uphues in die Fuhrberger Wälder nördlich von Hannover geführt auf Sperlings- und Rauhfußkäuze zu treffen. In einem Nistkasten saß ein Rauhfußkauzweibchen auf vier Eiern. An einer anderen Stelle machten sich in der Höhle einer Kiefer hungrige Sperlingskauzjunge bettelnd und die Köpfchen aus der Öffnung reckend bemerkbar. Einen Tag später gelang es Ludwig Uphues, das Weibchen zu beringen und einen der Jungvögel dazu. Für den eher nur am Schreibtisch tätigen Geschäftsführer der EGE war es eine beeindruckende Begegnung - nicht nur mit Käuzen, Mücken und Zecken, sondern auch mit dem verdienten Waldeulenschützer Ludwig Uphues.

Sperlingskauz © Rosl Rößner

Eine gute Nachricht (nicht für Füchse) - Mai 2016

Steinbruchbetreiber haben zumeist "hartes“ im Sinn; aber oft auch ein Herz für Uhus. Jedenfalls hat die EGE schon vielen Personen aus dieser Branche mit Erfolg den Schutz der Uhus ans Herz gelegt. Martin Röser von den Trasswerken Meurin in der Eifel beispielsweise kennt "seine" Steinbruchuhus schon seit Jahren ganz genau. Seither ist er bemüht, den Abbau uhufreundlich zu organisieren. Kürzlich fand Martin Röver einen nur zwei Wochen alten Uhu, der offenbar aus dem Fels gefallen in eine tiefe Fahrspur geraten war. Martin Röser barg den hungrigen, aber unverletzten Vogel und benachrichtigte die EGE. Notversorgt mit einem am Straßenrand tot aufgefundenen Kaninchen und nach zwei Tagen intensiver Betreuung wurde der kleine Uhu wieder zu seinen beiden Geschwistern ins Nest gebracht. Hier lag, wie so oft in diesen Tagen, ein junger Fuchs als Nahrungsreserve. Bei der Beringung junger Uhus Mitte Mai fand Stefan Brücher an drei von fünf Uhubrutplätzen junge Füchse als Vorrat.

Windenergiewirtschaft setzt Sperrfeuer gegen Naturschutz fort - Mai 2016

Rotmilan © Rosl Rößner

Die Windenergiewirtschaft in Deutschland setzt ihr Sperrfeuer gegen die Abstandsempfehlungen der Vogelschutzwarten fort. Die Zerstörungen der Nester und die Vergrämung von Arten, die den Ausbau der Windenergiewirtschaft rechtlich begrenzen könnten, entwickeln sich zu einem bundesweiten Phänomen. In dieses Bild fügen sich die Aktivitäten eines Schweizer Ingenieurs und dessen steile These, der Konflikt zwischen Windenergie und Rotmilan sei ein Scheinkonflikt. In der aktuellen Ausgabe 5/2016 der Zeitschrift "Der Falke" hat Thomas Krumenacker diesen "Angriff der Windlobby auf den Artenschutz" dankenswerterweise als fragwürdiges Unterfangen ohne wissenschaftliche Basis mit deutlichen Worten entlarvt.

In Fachzeitschriften des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist eine kritische Berichterstattung über die Negativbilanz der Windenergiewirtschaft in Gestalt getöteter Wildtiere, ruinierter Landschaften und über die Machenschaften der Branche eher selten. Zweifel an der Vereinbarkeit von Windenergie und Artenschutz sind nicht opportun, auch dann nicht, wenn sich diese Vereinbarkeit als Fiktion oder Lebenslüge herausstellt. Am Bild von den edlen Motiven der Branche, das nie stimmte, soll nicht gekratzt werden.

Positiv sticht immerhin die Stellungnahme des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in der Ausgabe 4/2016 der Zeitschrift "Natur und Landschaft" zu einer Studie der Fachangentur Windenergie an Land heraus. Bei dieser Studie handelt es sich um einen Katalog von "Vermeidungsmaßnahmen bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen". In der Stellungnahme warnt das BfN ausdrücklich vor den Schlussfolgerungen dieser Studie und weist sie zu einem beträchtlichen Teil als verharmlosend, leichtfertig und unbegründet zurück. Die Fachagentur Windenergie an Land ist eine Lobbyvereinigung der Windenergiewirtschaft mit Beteiligung von Umweltverbänden. Bereits im November 2015 hat die EGE denselben Katalog als fragwürdig zurückgewiesen. Ein halbes Jahr nach der EGE-Stellungnahme macht sich also mit demselben Tenor auch das BfN bemerkbar, was immerhin erfreulich ist. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 112 KB), wenn Sie die Stellungnahme der EGE lesen möchten.

Unterdessen demonstriert der BUND Hand in Hand mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) gegen Initiativen der Bundesregierung, die den Ausbau der Windenergiewirtschaft wenigstens etwas zu limitieren versucht.

Grüne im Glashaus - Mai 2016

Verkehrsopfer Waldohreule © Eberhard Giese

Gewiss, Vögel sterben nicht nur an Windenergieanlagen, sondern auch an verspiegelten und verglasten Fassaden, an Stromleitungen, in Stacheldrähten oder sie kollidieren mit dem Schienen- oder Straßenverkehr - so wie diese Waldohreule im Bild. Es gehört zu den beliebten Strategien der für die kollateralen Verluste jeweils Verantwortlichen auf die von anderen verursachten Verluste umso engagierter hinzuweisen nach dem ewig gleichen Muster, andere verursachen doch auch oder gar viel größere Verluste.

Tatsächlich ist es aber so, dass sich alle diese Verluste addieren und mit dem Verweis auf die vielen anderen Verlustursachen nichts gewonnen ist - außer fürs Täuschen der Öffentlichkeit oder das eigene Image, nichts aber für den Schutz der Vögel.

Wenn Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, wie kürzlich geschehen, die Vogelverluste an Glasfassaden als Politikfeld entdecken und auf Abhilfe drängen, ist das durchaus respektabel, aber es wäre ein untauglicher Versuch, darüber die Verluste an Windenergieanlagen marginalisieren zu wollen. Hat man jemals davon gehört, dass Bündnisgrüne den Kollisionsopfern an Windenergieanlagen eine vergleichbare Relevanz beigemessen hätten? Gerade auf diesem Gebiet wird zu gern mit zweierlei Maß gemessen.

Am Morgen vorgelesen - Mai 2016

Aufgeschlagenes EGE-Kinderbuch © Heinz-Wolfgang Schwarz

137 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Algermissen im niedersächsischen Landkreis Hildesheim lauschten kürzlich Geschichten aus dem EGE-Kinder- und Jugendbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz". Die von Edmund Deppe vorgelesenen Episoden aus diesem Buch fanden bei den Jungen und Mädchen lebhaften Anklang. Anschließend erklärte der Autor der Geschichten, Wilhelm Breuer, dem jungen Publikum auf anschauliche Weise die Supersinne der Eulen und was Eulen zu Eulen macht. Zum Schluss gab es für die jungen Zuhörer Eulenaufkleber und -poster sowie für die Schulbibliothek zwei EGE-Kinderbücher.

Die EGE dankt den Lehrerinnen der Grundschule Algermissen sowie Herrn Edmund Deppe für die Idee, die auch an anderen Schulen Schule machen könnte: "Wo die Eule schläft" - eine Lesung für aufgeweckte Schülerinnen und Schüler.

10 Gebote zum Artenschutzrecht - Mai 2016

Waldkauz © Gordana und Ralf Kistowski

EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer ist im Verbandsnaturschutz ebenso zuhause wie im behördlichen Naturschutz. Aus dieser Innenansicht heraus spricht er Personen in Gutachterbüros, Naturschutzbehörden und -vereinigungen ins Gewissen, die artenschutzrechtlichen Verbote des § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht zu marginalisieren, sondern mit diesen Vorschriften den Arten zum gesetzlichen Schutz zu verhelfen. Für die EGE und die Kenner der Materie hat Breuer die hierfür notwendige Haltung und Herangehensweise in zehn Geboten zusammengefasst. Klicken Sie bitte hier (pdf-Datei, ca. 170 KB), wenn Sie diese Gebote lesen möchten.

Steinkauz-Rollups im Kreishaus Düren - Mai 2016

Steinkauz © Rosl Rößner

"Den Steinkauz im Dorf lassen" lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis zum 31. Mai 2016 im Foyer des Kreishauses Düren zu sehen ist. Konzipiert wurden die sieben Schaubanner von der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE e.V.) mit Sitz in Bad Münstereifel. Mit der Ausstellung soll auf die Eulenart und ihren Lebensraum aufmerksam gemacht sowie für den Schutz des Vogels geworben werden.

Im nordrhein-westfälischen Kreis Düren gab es im letzten Jahr mindestens 154 von Steinkäuzen besiedelte Reviere. 85 Steinkauzpaare brüteten erfolgreich. Aus diesen Bruten gingen über 291 Jungvögel hervor. Diese erfreulich hohe Zahl ist vor allem Doris Siehoff zu verdanken. Im Auftrag der EGE beobachtet sie die Entwicklung des Steinkauzbestandes im Kreis Düren. Die EGE betreibt mit dem Aufhängen und Warten künstlicher Nistkästen so etwas wie ein "Wohnungsbauprogramm" für den Steinkauz und wirbt bei Städten, Gemeinden und Landwirten für den Schutz dieser einst weit verbreiteten Eulenart.

Die Ausstellung soll auf Reisen gehen. In Rathäusern, Sparkassenfilialen und landwirtschaftlichen Einrichtungen soll sie auf den Schutz des Steinkauzes aufmerksam machen. Wer die Ausstellung buchen möchte, kann sich mit der EGE in Verbindung setzen.

Mit Andreas Kieling durch die Eifel - Mai 2016

Plakat zur Veranstaltung

Am 04. Mai 2016 berichtet Andreas Kieling über "seine wilde Eifel" (pdf-Datei, ca. 468 KB) und gewiss auch über Uhus. Denn nirgends in Europa leben so viele Uhus wie in der Eifel. Die EGE hält für Sie an diesem Abend das EGE-Kinder- und Jugendbuch "Wo die Eule schläft. Abenteuer Naturschutz" bereit. Die EGE erbittet an diesem Abend für ein Buch eine Spende von 10 Euro.

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