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Martinez, J.A., Serrano, D. & I. Zuberogoitia (2003): Predictive models of habitat preferences for the Eurasian eagle owl Bubo bubo: a multiscale approach. - Ecography 26: 21-28.

In Alikante, SO Spanien, zeigen Uhus starke Präferenzen für bestimmte Habitatparameter. Das sind die Ergebnisse einer Studie an 51 besiedelten und 36 nicht besiedelten Felsen einer 3.200 km2 großen Untersuchungsfläche. Dabei sind deutliche Unterschiede in den Präferenzen erkennbar, je nachdem, ob man die Nestumgebung (7 km2 um den Brutfels) die Ebene der Streifgebiete (25 km2) oder der Landschaft (100 km2) betrachtet. Im näheren Umfeld bevorzugen die Uhus einen erhöhten Waldanteil, größere Felsen und weitere Entfernungen zu stark befahrenen Strassen. Die Besiedlungswahrscheinlichkeit steigt zudem, wenn weitere Uhus im Umfeld vorkommen.

Auf den Ebenen des Streifgebiets und der Landschaft erwies sich insbesondere der Faktor "Anteil mediterranes Buschland" als wichtig. Dies liegt vermutlich daran, dass Kaninchen, das wichtigste Beutetierart des Uhus in Süd-Spanien, in diesem Lebensraum besonders hohe Dichten erreichen. Die Separation von Habitat-Analysen auf verschiedenen Ebenen der Habitate ist ein relativ neuer Ansatz in der Ökologie. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass die Wahl der Flächengröße um das Habitatzentrum (z. B: Brutplatz) weniger willkürlich wird und die unterschiedlichen Anforderungen der Teillebensräume besser sichtbar werden.

Lutz Dalbeck


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